Ernest J. Gaines: A long day in November (1964)

Somebody is shaking me but I don’t want to get up, because I’m tired and I’m sleepy and I don’t want to get up now. It’s warm under the cover here, but it’s cold up there and I don’t want to get up now.

So beginnt

Ernest J. Gaines: A long day in November (1964)

Die Geschichte erschien in der von Langston Hughes herausgegebenen Sammlung The Best Short Stories by Black Writers 1899 – 1967.

Zum Inhalt

In der Geschichte, die in den 30er oder 40er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt, werden aus der Sicht eines kleinen schwarzen Jungen die Geschehnisse eines einzigen Tages erzählt.

Der kleine Sonny nässt – wohl aufgrund der Streitereien seiner Eltern – noch ein. Nach einem entsprechend demütigenden Vormittag in der Schule kommt er nach Hause.

Die Mutter hat jedoch eigene Sorgen und beschließt, mit Sonny zu ihrer Mutter zu ziehen, da die Konflikte mit ihrem Mann anscheinend nicht mehr zu lösen sind. Dieser hat nämlich nur noch sein Auto im Kopf und vernachlässigt darüber die Familie. Die Großmutter begrüßt den Schritt der Tochter, da sie sich noch nie für ihren Schwiegersohn erwärmen konnte.

Der Vater, ein schwacher Mann, will jedoch unbedingt seine Frau zurückgewinnen und holt sich den Rat einer Wahrsagerin ein. Deren Empfehlung ist eindeutig: Verbrenne dein Auto. Der Vater versucht der Wahrsagerin eine harmlosere Lösung abzuringen, vielleicht könne er das Auto wenigstens verkaufen, dann würde sich zumindest der finanzielle Verlust in Grenzen halten.

Doch schließlich wirft ihn die Wahrsagerin raus, sie habe ihm alles gesagt, ein Verkauf des Wagens reiche keinesfalls aus.

Der verzweifelte Mann ist hin und hergerissen, doch schließlich holt er alle zu dem Spektakel hinzu und verbrennt tatsächlich seinen heiß geliebten Wagen. Selbst die Schwiegermutter muss zugegeben, dass sie ihm diese männliche Tat nicht zugetraut hat.

Zusammen kehrt die kleine Familie nach Hause zurück. Der kleine Junge fühlt sich wieder geborgen und mit den Geräuschen des knarrenden Ehebetts im Hintergrund kann er endlich einschlafen.

Fazit

Hier wird auf beeindruckende Weise die Falkennovelle ins Leben geholt, in ein anderes Jahrhundert und auf einen anderen Kontinent, in einen anderen Kulturkreis transportiert: Die Geschichte schildert den Konflikt des Liebenden und seinen unbedingten Willen, sich für die Liebe zum Partner tatsächlich von dem zu trennen, was diese Liebe hinderlich ist. Egal, wie schmerzhaft das ist.

Eine nur scheinbar einfache und dabei sehr anrührende Geschichte.

Aus dieser Sammlung hat mir auch Richard Wright „Almos‘ a man“ gut gefallen.

Autor: buchpost

- mein buchregal: schon lange ein gegengewicht zu beruf und engstirnigkeit - ziele: horizont weiten, mich vergnügen und das wichtige behalten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s