James Robertson: And the Land lay still (2010)

Mike is at the bedroom window, taking in the view of the water, the road and the scattering of cottages along it, when he sees Murdo’s red van come round the end of the kyle.

So beginnt

James Robertson: And the Land lay still (2010)

Mike, Anfang 50, bereitet eine Ausstellung für Edinburgh mit Fotos seines verstorbenen Vaters vor. Am Ende der 671 Seiten findet diese Ausstellung statt und der Autor schafft es, all die verschiedenen Stränge, die er im Buch entfaltet hat und deren Zusammenhänge sich dem Leser erst nach und nach erschließen, am Ende tatsächlich zusammenzuführen.

Dazwischen ein Panorama Schottlands und seiner Geschichte in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Lehrreich und aufschlussreich, keine Frage, ein Werk der Recherche. Manchmal bemüht, so muss auch schon mal ein Monolog eines Volltrunkenen, dem seine  Gesprächspartner nur noch in Suffträumereien erscheinen, dazu herhalten, ganze Abschnitte der schottischen Politik zu rekapitulieren.

Was mich aber wirklich gestört hat, war dass mir die Personen so fern blieben, so als ob ich einen kurzen Abschnitt in der Zeitung über sie lesen würde. Viele der Personen werden in ihrem Lebensweg über Jahrzehnte begleitet, doch sie sind immer gleich, nie erscheinen sie einem älter oder jünger. Eine Vergewaltigungsszene ließ mich völlig kalt, die Personen wie Staffage für ein Geschichtsbuch.

a-Scotland0359

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