Per Petterson: To Siberia (1996)

When I was a little girl of six or seven I was always scared when we passed the lions on our way out of town. I was sure Lucifer felt as I did, for he always put on speed at that very place.

So beginnt

Per Petterson: To Siberia (1996); auf Deutsch: Sehnsucht nach Sibirien

Zum Inhalt

Nun, die Löwen sind Steinlöwen und Luzifer ist das Pferd des Großvaters. Damit ist der freudlose Grundton der Geschichte bereits angeschlagen.

Es geht also um das trostlose Heranwachsen von Bruder und Schwester in einer trostlosen und anscheinend immer kalten Gegend in Dänemark in den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Der Großvater bringt sich um, der Vater schweigt, die Mutter ist fromm, die Kinder träumen von fernen Orten, die Nazis kommen und gehen und Bruder und Schwester verlieren sich aus den Augen.

Als sie sich nach Jahren – die Schwester hat inzwischen ein uneheliches Kind – wieder in ihrer Heimat treffen wollen, ist dem Leser klar, dass kein Happy End auf ihn wartet, schließlich muss der tragische Ton des Buchs gewahrt bleiben.

Fazit

Aber dies gewollt Trostlos-Kalte hat die englische Kritik anscheinend begeistert; der Guardian schrieb: „One of the past decade’s most moving novels“.

Auch Pferde stehlen stammt von diesem norwegischen Autor, das ich als wunderschön geschrieben, aber letztendlich doch sehr inhaltsleer in Erinnerung habe.

Eine Besprechung des Romans, die mir wesentlich mehr Freude bereitet hat als der Roman, findet sich bei Tom Cunliffe.

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