Margaret Laurence: The Stone Angel (1964)

Above the town, on the hill brow, the stone angel used to stand. I wonder if she stands there yet, in memory of her, who relinquished her feeble ghost as I gained my stubborn one, my mother’s angel that my father bought in pride to mark her bones and proclaim his dynasty, as he fancied, forever and a day.

So beginnt

Margaret Laurence: The Stone Angel (1964); auf Deutsch: Der steinerne Engel

Der Klappentext tönt wie eine Fanfare, wenn er die Hauptperson ankündigt:

Hagar Shipley, one of the most memorable characters in Canadian fiction. Stubborn, querulous, self-reliant – and, at ninety with her life nearly behind her – Hagar Shipley makes a bold last step towards freedom and independence.

Tatsächlich ist dieser Lebensrückblick einer Neunzigjährigen, in dem die Gegenwart der sechziger Jahre und die Vergangenheit völlig ungekünstelt ineinander gefügt werden, anrührend. Die alte Dame hat keine Lust, den letzten Lebensabschnitt im Altersheim zu verbringen, obwohl ihre Hinfälligkeit ihren Sohn und dessen Frau an die Grenze der Belastbarkeit bringen.

Hier passt alles zueinander, eine unglaublich sture und uneinsichtige Hauptperson, die auch nur das weitergeben kann, was sie selbst als Kind gelernt hat. Ihr Blick auf die Welt, ihre Versuche, das Glück zu finden, ihr Stolz, ihre Verluste.

Die Sprache des Romans spiegelt den Inhalt: eine unglaubliche Wahrnehmungsfähigkeit der Hauptperson, die sich mit erschreckend blinden Flecken in ihrer Selbstwahrnehmung vermischt.

Sicherlich wird das Buch zu Recht immer wieder als einer der wichtigsten kanadischen Romane bezeichnet. Wer noch ein bisschen weiter recherchieren möchte, dem sei folgender Link empfohlen, unter dem man diverse Fernsehinterviews mit der Autorin abrufen kann, die 1987 im Alter von 60 Jahren Selbstmord beging, da bei ihrer Krebserkrankung keine Hoffnung mehr auf Heilung bestand.

Steiermark_0230

 

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