Doris Dörrie: Was machen wir jetzt (1999)

 Ich bin im Begriff, meine Familie zu verlieren. Meine Ehe ist auf dem Hund, und meine Tochter Franka hat sich in einen Kerl verknallt, der sie nach Indien entführen will.

So beginnt

Doris Dörrie: Was machen wir jetzt (1999)

Also männliche Midlife Crisis, die den Antihelden unfreiwillig in ein buddhistisches Kloster führt, wo er auf seine Tochter aufpassen soll, damit die mit dem attraktiven Lama nicht einfach abhaut. Flott geschrieben, aber die Personen bleiben Typen, der Zufälle sind viele, das Ende aufgesetzt.

Ein bisschen Lebenshilfe nach dem Motto:

Der schönste Augenblick eures Lebens, sagt er zärtlich, der schönste Augenblick ist – jetzt. … Warum?… Sehr einfach. Weil es der einzige eures Lebens ist. Dieser Augenblick kommt nie wieder. Und wenn ihr ihn verpaßt, verpaßt ihr euer Leben…. Hört auf zu rennen, sagt Rinpoche leise, wie zu einem Kind, das aufhören soll, mit seinem Essen zu spielen. Hört auf, der Zukunft hinterherzurennen. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist noch nicht da, die Gegenwart ist euer Zuhause.

Als Film würde ich mir das gern gefallen lassen, aber Volker Hages Einschätzung: „Lange hat es keine Autorin mehr gewagt, so mutig in die Seele eines Mannes zu blicken.“ finde ich dann doch etwas weit hergeholt. Mutig? Mutig sind die Menschen, die in Syrien ihren Protest unter Lebensgefahr auf die Straßen tragen.

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