Carson McCullers: Clock without Hands (1961)

Death is always the same, but each man dies in his own way. For J. T. Malone it began in such a simple ordinary way that for a time he confused the end of life with the beginning of a new season. The winter of his fortieth year was an unusually cold one for the Southern towns – with icy, pastel days and radiant nights.

Mit diesen Sätzen beginnt der Roman Clock without Hands (1961) von Carson McCullers.

Der Roman spielt in einer Kleinstadt in den amerikanischen Südstaaten in den fünfziger Jahren, wo viele noch immer die aberwitzige Konstruktion der Rassentrennung mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Vier Männer, deren Lebenswege miteinander verwoben sind, müssen sich in ihren eigenen kleinen Privatleben zu den großen Fragen der Zeit verhalten und jeder, egal ob er der unterdrückten Bevölkerungsgruppe angehört oder der der herrschenden, jeder ist beschädigt durch das System.

Die Hoffnung der Autorin ist, dass Liebe, Verzeihen und Verständnis schließlich ein neues Fundament in die armselige Situation des Einzelnen legen.

Gerade der Apotheker, der zu Beginn seiner Leukämieerkrankung nicht weiß, wie er sterben soll, da er noch gar nicht das Gefühl hat, je wirklich gelebt zu haben, und der sich verzweifelt fragt, wie ihm sein banales Leben so gänzlich abhanden kommen konnte, ist am Ende derjenige, der sich trotz aller Ängste klar gegen den Mob stellt und den geplanten Mord an einem Schwarzen ablehnt. Dieser hatte die „Frechheit“ besessen, ein Haus in einer „weißen“ Straße gemietet zu haben.

Er ist derjenige, der am Ende in Frieden sterben kann.

cnz 122

Autor: buchpost

- mein buchregal: schon lange ein gegengewicht zu beruf und engstirnigkeit - ziele: horizont weiten, mich vergnügen und das wichtige behalten

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