Allen Foster: Around the world with Citizen Train: The sensational adventures of the real Phileas Fogg (2002)

George Francis Train’s birth was every bit as dramatic as his life. He came into the world during a snowstorm on March 24, 1829, at No. 21 High Street, Boston.

So beginnt die Biografie über eine besonders schillernde Gestalt im Amerika des 19. Jahrhunderts:

Allen Foster: Around the world with Citizen Train: The sensational adventures of the real Phileas Fogg (2002)

Zum Inhalt

George Francis Train (1829 – 1904) arbeitete sich als Waisenjunge aus armen Verhältnissen zu einem reichen Geschäftsmann mit Verbindungen in die besten gesellschaftlichen Kreise auf mehreren Kontinenten empor.

Er war exzentrisch, landete in mehreren Gefängnissen, war ein begnadeter Redner und Alleinunterhalter, der auf einer Rednertribüne Hunderte in seinen Bann ziehen konnte, ein glückloser Präsidentschaftskandidat, ein Unterstützter der Frauenbewegung und ein unverbesserlicher Anhänger der Rassentrennung.

1870 unternahm er seine erste Reise rund um die Welt, die drei Jahre später Jules Verne zu In achtzig Tagen um die Welt inspirieren sollte.

Später weigerte er sich, anderen die Hand zu geben, am Ende umgab er sich am liebsten mit Kindern, Gerichtsverfahren erklärten ihn für verrückt. Er starb verarmt und sein Abgang sorgte noch einmal für ein riesiges Medienecho in den Zeitungen.

Er wiederholte noch zweimal seine Weltreise, immer mit dem Ziel, diese noch schneller mit den sich ständig verbessernden Transportmöglichkeiten und Verbindungen zu absolvieren.

In 1890, Train completed his third circumnavigation of the earth in 67 days, a world record at the time. (Wikipedia)

Er sah voraus, dass unser Wirtschaftssystem genau diese Schnelligkeit brauchen würde. Und er war es, der 1850 in Liverpool darauf bestand, dass im Hafen nicht nur tagsüber, sondern auch nachts gearbeitet werden müsse, um unproduktive Wartezeiten für die Schiffe und die Ladung zu verkürzen.

Fazit

Heute scheint mir das Umgekehrte das viel Wertvollere zu sein, schön ist es, die Welt eben NICHT in wenigen Wochen bezwingen zu müssen, sondern die Muße zu haben, aufmerksam dort zu verweilen, wo man bleiben möchte. Und heute haben wir Schichtarbeit und menschliche Hamster, die aus ihrem Hamsterrad nicht mehr herauskönnen, und wenn sie doch mal rauskommen, wissen sie nicht, was sie mit sich anfangen sollen.

Bei aller Anerkennung für die Recherchearbeit des Autors, die an vielen Informationen und all den Zitaten aus Zeitungen und Briefen spürbar wird, es ist eine Biografie wie durch ein umgedrehtes Fernrohr, die Hauptperson bleibt weit weg. Ein bisschen ermüdend.

cnz 026

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