Jakob Arjouni: Der Heilige Eddy (2009)

„Darf ich Ihnen mal ein Kompliment machen…‘

Herr Deger- oder Dregerlein, Eddy konnte sich den Namen einfach nicht merken, warf einen kurzen Blick auf die wenigen verbliebenen Gäste, ob ihm auch keiner zuhörte, ehe er sich über den Teller mit leeren Austern- und Krabbenschalen beugte und mit gesenkter Stimme sagte: ‚Ich komme jetzt schon zum dritten Mal zur Combär nach Berlin, aber ehrlich gesagt, Sie sind der erste wirklich nette Mensch, den ich hier treffe.‘

‚Na ja, genau genommen und im wahrsten Sinne des Wortes habe ja ich Sie getroffen.‘ Eddy lächelte verlegen, und Herr Deger- oder Dregerlein lehnte sich herzlich lachend in den Stuhl zurück.

„Na, da haben Sie natürlich recht! So ein dummer Unfall aber auch! Wie in einem dieser Filme, nicht wahr? Auf einer Banane!‘

In Wahrheit war Eddy fast zwei Stunden im neuen Hauptbahnhof herumgeschlendert, ehe er glaubte, mit Deger- oder Dregerlein endlich den idealen Mann gefunden zu haben…

So beginnt

Jakob Arjouni: Der Heilige Eddy (2009)

Zum Inhalt

Das erste Kapitel ist vielversprechend. Köstlich, wie der Kleinkriminelle und Trickbetrüger Eddy hier die Manipulierbarkeit des Herrn Dregerlein, eines Messebesuchers, ausnutzt und sich so in den Besitz einer nicht unerheblichen Menge Geldes bringt.

Eddy, der Gewalt als stillos verabscheut, hat dann allerdings das Pech, später ungewollt einen der reichsten Männer Berlins zu Tode zu bringen.

Daraufhin entspinnt sich eine Geschichte, in der zum einen die Leiche beseitigt werden muss und in der er sich in die – natürlich wunderschöne – Tochter des Verstorbenen verliebt und – oh Wunder – diese Liebe wird erwidert. Doch nun plagt Eddy sein Gewissen, denn niemand weiß, dass er der Mörder ihres Vaters ist, und gleichzeitig möchte er seine neue Liebe nicht mit einer solchen Lüge beginnen. Was also tun?

Fazit

Von einigen als gesellschaftskritischer Roman hochgejubelt, für mich eine komplett hanebüchene Story, die dringend noch mal überarbeitet hätte werden müssen.

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