R. Goscinny & A. Uderzo: Asterix in Britain

P1030441

A pirate ship is sailing cautiously along the Mare Britannicum, the channel separating Britain from the continent.

So beginnt der achte Band der berühmten Comic-Reihe um den kleinen Gallier Asterix, die 1959 von Autor Rene Goscinny (1926–1977) und Zeichner Albert Uderzo (*1927) geschaffen wurde. In über 100 Sprachen wurde der Comic bisher übersetzt.

Mein Mann ist seit Jahren darum bemüht, meinen literarischen Horizont zu erweitern, so bekam ich z. B. von ihm Die Elenden von Victor Hugo oder Therese Raquin von Emile Zola geschenkt. Man sieht, nicht unbedingt erheiternde Lektüre. Und dann zum letzten Geburtstag ein weiterer Versuch, mir einen französischen Klassiker nahezubringen: Asterix. Da ich den Monate lang unbeachtet hier liegen ließ, stieß er jetzt eine Drohung aus, auf die ich notgedrungen reagieren musste. Wenn ich nicht endlich diese eklatante Bildungslücke schließe, würde er mir keine Bücher mehr schenken. Also gab ich klein bei und las den ersten Asterix meines Lebens. Der Name „Asterix“ leitet sich übrigens von dem typografischen Zeichen Asterisk ab (griech. für Sternchen) und der Name „Obelix“ möglicherweise von dem typografischen Zeichen für das Kreuz.

Die Veralberung der Briten, ihres nebligen Wetters und ihrer angeblichen Vorlieben für Minze, Rasenpflege und Rugby ist auch für Comic-Analphabeten reizend. Und ich weiß jetzt endlich, wie der Tee wirklich nach England gekommen ist, denn bevor Asterix und Obelix das schmackhafte Kraut auf die Insel brachten, haben die Engländer immer nur „a cup of hot water with a spot of milk“ getrunken. Den ganzen Schlamassel mit den Römern haben sich die Briten auch nur dadurch eingebrockt, dass sie sämtliche Kampfhandlungen um fünf Uhr nachmittags unterbrochen haben.

Und angeregt von Philea’s Blog habe ich schon mal damit begonnen, Lesezeichen zu falten, denn – egal, wie viele Lesezeichen ich schon gekauft habe – immer wenn ich eins brauchte, waren sie allesamt unauffindbar. Damit kann ich doch dem nächsten Geburtstag wieder ganz gelassen entgegensehen.

P1030446

7 thoughts on “R. Goscinny & A. Uderzo: Asterix in Britain

    • Peggy, du bist schneller als der Schall, ich hatte nicht gemerkt, dass ich „veröffentlichen“ eingestellt hatte. Jetzt lese ich erst noch mal in Ruhe Korrektur🙂 Ja, der Comic war nett, gerade wegen der Bezüge zu England. Einen schönen Abend. Anna

  1. Einen Comic-Fan nennt man mich sicher nicht, aber Asterix bei den Briten ist einfach klasse. „Die Elenden“ sind es allerdings auch wert, mehr als einen Blick hineinzuwerfen. Ich habe den Roman auch in diesem Jahr gelesen und kann ihn sehr empfehlen. LG Heike

    • Danke für deine Ermunterung: „Die Elenden“ hatte ich zwischendurch zur Seite gelegt, als mir das „Elend“ und das Pathos ein bisschen zu viel wurden, aber wenn wieder mehr Ruhe und Zeit für so „gewichtige“ Lektüre ist, dann werde ich noch einmal von vorn beginnen. LG Anna

  2. Das wurde aber auch Zeit, diese Bildungslücke zu schließen! Mir hat der lateinische Asterix schon durchs große Latinum geholfen und dann gibt es einen Band (Titel ist mir leider entfallen und ich kann gerade nicht ans Regal zum Nachschauen) in dem die ganz großen Wirtschaftstheorien (Angebot und Nachfrage, Preisbildung, Inflation) kurz und bündig am Beispiel des Hinkelsteinverkaufs erklärt werden. Da erspart einem tatsächlich ein Asterix sämtliche langweiligen Wirtschaftstheoretiker.
    Viele Grüße, Claudia

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s