Eveline Hasler: Mit dem letzten Schiff (2013)

Zur Autorin

Die NZZ hat anlässlich des achtzigsten Geburtstages Evelines Haslers, der 1933 geborenen Autorin historischer Romane, einen Artikel gewidmet.

Vorbemerkung

Das amerikanische Emergency Rescue Committee schickte 1940 Varian Fry nach Frankreich. Vor Ort sollte er die Aufgabe koordinieren, bedrohte Künstler aus dem von den Nazis besiegten Frankreich zu retten.

Eveline Hasler: Mit dem letzten Schiff: Der gefährliche Auftrag von Varian Fry (2013)

Zum Inhalt

Varian Fry, Harvard-Absolvent und amerikanischer Auslandsjournalist, gewann schon bei einem seiner Deutschlandaufenthalte 1935 ein klares Bild dessen, was von den Nationalsozialisten zu erwarten war. Einer seiner Artikel, die die Schikanen gegenüber den Juden schilderte, erschien 1935 in der New York Times.

Im Juni 1940 wurde in New York – nach einem Aufruf Thomas Manns und unter dem Patronat Eleanor Roosevelts – das Emergency Rescue Committee gegründet, das versuchen sollte, den in Frankreich gestrandeten deutschen und österreichischen Künstlern und Intellektuellen zu einer Flucht in die USA zu verhelfen. Die Lage hatte sich für die Exilanten nach der Kapitulation Frankreichs gefährlich zugespitzt, hatte doch das Vichy-Regime zugesagt, jede namentlich von den Deutschen verlangte Person auch auszuliefern. Das galt auch für den noch unbesetzt gebliebenen Süden, in den sich die meisten der Verfolgten inzwischen geflüchtet hatten. Doch nun saßen sie in der Falle, denn die Exilanten bekamen keine Reisegenehmigungen; zudem vergab das amerikanische Konsulat kaum noch Visa.

Fry, selbst gebildet und künstlerisch interessiert, wurde als Vertreter des ERC nach Marseille gesandt, um die Hilfe für die Flüchtlinge zu koordinieren. Er hatte eine Liste mit Namen der bei den Nazis besonders unliebsamen Zeitgenossen, die er ausfindig machen und denen er, wenn möglich, zur Flucht verhelfen sollte. Zusammen mit einem zum Teil selbst unter Lebensgefahr schwebenden Mitarbeiterteam organisierte er Schiffskarten, besorgte Visa, unterstützte die Notleidenden mit Geld, Verstecken und gefälschten Pässen. Dabei wurden sie immer wieder auch unterstützt von Franzosen, Gegnern des Vichy-Regimes, die ihre Bauernhöfe als Unterschlupf anboten, ihnen noch unbewachte Schmugglerwege über die Grenze zeigten oder Kinder, die von der Deportation bedroht waren, kurzerhand versteckten.

Dabei überstieg die Zahl derjenigen, die ihn um Hilfe anflehten, bei weitem die Zahl der Namen auf seiner Liste. Er versuchte, so vielen wie möglich zu helfen, ob sie nun auf der Liste standen oder nicht, vor allem, nachdem die reiche Amerikanerin Mary Jayne Gold, die sich ebenfalls in Frankreich aufhielt, anfing, das Komitee nicht nur finanziell massiv zu unterstützen.

Zu den Helfern gehörten auch die österreichische Widerstandskämpferin Lisa Fittko und ihr Mann Hans, die als Fluchthelfer eine ganze Reihe von gefährdeten Menschen über einen alten Schmugglerpfad über die Grenze nach Spanien führten. Von dort reisten die Flüchtlinge ins neutrale Portugal. Von Lissabon aus gingen dann Schiffe nach Amerika. Auch Walter Benjamin gelang mit Hilfe Lisa Fittkos mit letzter Kraft die Flucht aus Frankreich. Als er jedoch auf spanischer Seite angekommen, damit rechnen musste, zurückgeschickt zu werden, brachte er sich um. Anderen verschaffte das Komitee Schiffspassagen von Marseille nach Martinique, einer französischen Kolonie, von wo aus dann die Reise in die USA möglich war.

Schätzungsweise 2000 Menschen, darunter die Werfels, Chagall, Golo Mann, Heinrich Mann und Nelly Kröger, Hans Sahl, Leon Feuchtwanger und Walter Mehring verdanken ihr Überleben der Arbeit von Fry und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Doch Fry war einigen amerikanischen Botschaftsangehörigen in Frankreich ein Dorn im Auge. Keineswegs alle unterstützen seine Arbeit. Es gab offene Sabotageakte, wie durch den amerikanischen Generalkonsul Hugh Fullerton, der Fry seines Postens entheben wollte, weil er dessen Arbeit als unnötig ansah. Auch die Bearbeitung der legalen Visa-Anträge dauerte oft unendlich lange, denn die eigene Regierung in Amerika wollte unbedingt eine Flut von unliebsamen jüdischen oder gar kommunistischen Immigranten vermeiden. So griff Fry dankbar auf die Hilfe Bill Freiers, eigentlich Wilhelm Spira, zurück.

Bill Freier, berühmter und berüchtigter Cartoonist, hatte in den letzten Jahren von Wien aus regelmäßig für die Londoner Zeitung ‚British Opinion‚ Karikaturen gezeichnet. Die Leser liebten seinen schnellen Stift, das Erfassen und witzige Eindampfen einer politischen Situation. Fabelhaft verstand er sich auf die Karikatur von Adolf Hitler. In Deutschland erregte das Zorn, noch vor der Annexion versuchte man in Wien die Verhaftung des talentierten Künstlers zu erwirken. (S. 77)

Freier gelang noch rechtzeitig die Flucht nach Frankreich und setzte dort für das Komitee seine Kunstfertigkeit für das Fälschen von Pässen, Stempeln und anderen Dokumenten ein, bis er verhaftet wurde.

Andere Flüchtlinge dagegen weniger heldenhaft. Besonders Walter Mehring, ein wichtiger Satiriker der Weimarer Republik, wurde von Angst zerfressen. Man nannte ihn nur das Baby. Nachdem man ihm, eher gegen seinen Willen, zur Flucht nach Amerika verholfen hatte, dachte Mehring gar nicht daran, seine Schulden beim Komitee zu begleichen, obwohl er von dessen finanzieller Notlage ja wusste.

Fry wurde schließlich im September 1941 von seinem Posten abberufen, da seinen Vorgesetzten sein humanitäres Engagement zu weit ging. Im Juni 1942 wurde das Komitee von der französischen Regierung aufgelöst. Fry selbst hat zu seinen Lebzeiten keine angemessene Würdigung seiner Lebensleistung mehr erfahren.

Im Kalten Krieg standen solche Hilfswerke, wie Fry eins geleitet hatte, im Verdacht, mit Spionage und kommunistischen Infiltrationen zu tun zu haben. Frys Korrespondenz war schon ab 1942 überwacht, und es war eine FBI-Akte über ihn eröffnet worden. (S. 215)

An diesem roten Faden hangelt sich das Buch entlang. Dabei erlaubt sich die Autorin jedoch  großzügige Exkurse, die mit Fry, wenn man ehrlich ist, nicht das Geringste zu tun haben. Wir lernen die Krankenschwester Elsbeth Kasser kennen, die im Internierungslager Gurs das Menschenmögliche versuchte, um Hoffnung an einen unmenschlichen Ort zu bringen. Das Lager stand übrigens ausschließlich unter französischer Verwaltung.

Einem wunderbaren alten Büchermenschen names Ryser, der die Landesbibliotheken in Baden-Württemberg geleitet hatte und der als Jude Stelle und Bücher verlor, flößte sie die Idee ein, mit den Büchern der Internierten einen kleinen Verleih zu führen. Ryser blühte auf. […] Die Menschen im Lager vertrauten ihm die wenigen von zu Hause mitgebrachten Bücher an. Ehrfürchtig nahm er einen Band von Eichendorffs Taugenichts entgegen. Auch einen arg mitgenommenen Leinenband mit Gedichten von Goethe, ein Heiligtum, das er nur selten auslieh. (S. 169)

Genauso beeindruckend ist Rösli Näf, eine Schweizer Krankenschwester, die für das Rote Kreuz die Kinderkolonie La Hille leitete und sich unter Einsatz aller Kräfte für ihre jüdischen Schutzbefohlenen einsetzte. Als die Deportationsbefehle auch vor La Hille nicht länger Halt machten, reiste sie bis nach Bern und bat den Leiter der Kinderhilfe des Schweizer Roten Kreuzes, Hugo Remund, verzweifelt um die legale Aufnahme der Jugendlichen in der Schweiz. Doch der wollte weder mit legalen noch illegalen Rettungsaktionen etwas zu tun haben.

‚Die jüdischen Kinder bangen um ihr Leben, Herr Oberst.‘
‚Ein Judenproblem ist in der Schweiz zu vermeiden‘, antwortet er. ‚Unser Boot ist voll.‘
‚Herr Oberst, es geht doch in den französischen Heimen nur um insgesamt hundertachtundsechzig gefährdete jüdische Jugendliche!‘ (S. 180)

Näf hält sich weiterhin an ihr Gewissen und nutzt danach auch illegale Wege, um Jugendliche außer Landes zu bringen oder sie unter falschem Namen auf Bauernhöfen zu verstecken.

Auch der amerikanische Vizekonsul in Frankreich, Hiram Bingham IV, ist eine interessante Person und sein Verhalten während seiner Zeit in Frankreich vorbildlich. Er scheute sich nicht, Gegner des Nazi-Regimes, wie z. B. Feuchtwanger,  in seinem Haus zu verstecken, bis diese außer Landes geschmuggelt werden konnten. Feuchtwanger gab dann, im sicheren Amerika, in Interviews gleich Details seiner abenteuerlichen Flucht preis, die dann in der New York Times nachzulesen waren und die Helfer in Frankreich in zusätzliche Gefahr brachten.

Fazit

Es ist ein aus vielen Szenen bestehendes, ja auch auseinanderfallendes Buch, das manchmal eher einem Steinbruch ähnelt. Es ist unmöglich, allen Menschen auf 218 Seiten den ihnen gebührenden Raum zu geben, und so ergibt sich an manchen Stellen geradezu zwangsläufig eine gewisse Oberflächlichkeit. Für mich, die ich vorher jedoch kaum etwas über die Arbeit des Emergency Rescue Team wusste, bot es zunächst trotzdem einen interessanten Überblick.

Manchmal ist das Werk auch sprachlich wenig überzeugend, vor allem in den Dialogen und den nachempfundenen Gefühlen. Sätze wie „Ein Lächeln umspielte Frys Lippen, und in seine Augen trat ein leises Funkeln.“ (S. 58) klingen schon ein wenig trivial.

Stark ist es eher in der knappen Wiedergabe des faktisch Geschehenen.

Und ich hätte es begrüßt, wenn ein oder zwei der Fluchten exemplarisch ausführlicher erzählt worden wären. Was aber wirklich ein Ärgernis ist: Es gibt keinerlei Hinweise zu den verwendeten Quellen. Zwar erwähnt sie kurz, dass Fry 1945 seine Erinnerungen unter dem Titel Surrender on Demand veröffentlicht hat. Beat Mazenauer weist jedoch darauf hin, dass sich Hasler aus dieser Quelle reichlich bedient habe, ohne das angemessen kenntlich zu machen.

Trotz der Kritikpunkte hielt ich es zunächst für ein lesenswertes Buch über einen bestimmten Aspekt des Nationalsozialismus, setzt es doch einer Reihe von mutigen Menschen ein Denkmal, die mit ihrer Menschlichkeit und Zivilcourage Großes geleistet haben. So viele bekannte und unbekannte Namen fallen, manche eher im Vorübergehen: So wird von Chagall erzählt, dass er erst gar nicht nach Amerika gewollt habe.

Als ich ihm sagte, er müsse sich in Sicherheit bringen, nach Amerika, gab er zur Antwort: ‚Ach, Monsieur Fry, gibt es denn in Amerika auch Gras und Kühe?‘ (S. 59)

Man rauft sich die Haare: Rudolf Breitscheid, ehemaliger preußischer Innenminister, und Rudolf Hilferding, ehemaliger Reichsfinanzminister, weigern sich im Marseiller Exil Frys Hilfe anzunehmen. Sie sind sicher, dass Hitler es nicht wagen werde, ihnen etwas zu tun. Kurz darauf wurden sie von der französischen Polizei verhaftet und an die Deutschen ausgeliefert.

Aber es erinnert uns auch; an das Böse, die Schuld, das Leiden, die Traurigkeit, die verursacht wurden durch die Nazis, und in Folge durch Mitläufer, Sadisten, Kollaborateure in Frankreich und Bürokraten auf allen Seiten.

Auf dem Weg zur nächsten Baracke [im Lager Gurs] stand eine gehbehinderte weinende Frau. Es regnete nicht mehr, aber ihre Stoffschuhe steckten bis zu den Knöcheln im Schlamm. Sie müsse ihre Notdurft verrichten, schaffe es aber nicht die hohe Leiter hinauf. Die Latrinen standen auf zwei Meter hohen Holzsäulen, die Stufen der Leiter steil, ohne Handgriff. (S. 152)

Doch nach meiner Lektüre von Frys eigenem Bericht über seine Arbeit in Marseille, den er 1945 unter dem Titel Surrender on Demand veröffentlichte, sehe ich Haslers Buch wesentlich kritischer. Sie hat sich – ohne das kenntlich zu machen – äußert großzügig bei Frys Bericht bedient und sich oft noch nicht einmal mehr die Mühe gemacht, eigene Formulierungen zu finden. Dabei kürzt und vereinfacht sie, sodass für den Leser doch einiges unklar und nebulös bleibt.

Fazit: Man lese gleich das Original: Auslieferung auf Verlangen (1995) von Varian Fry, erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag.

Anmerkungen

Karen N. Gering ist, wie sie in der TagesWoche schreibt, nach der Lektüre ein wenig enttäuscht:

Viele gute Seelen und Kämpfer nimmt Hasler in ihr Buch auf, dazu auch noch einige Figuren, die der Rettung bedürfen. Die weltbekannten ebenso wie gänzlich unbekannte. Justus Rosenfeld beispielsweise, genannt Gussie, der bald Fry behilflich ist – und der Eveline Hasler auch hauptsächlich bei ihrer Recherche beistand. Oder Menschen, die später zu Berühmtheiten wurden wie der spätere Résistance-Kämpfer Stéphane Hessel. All das sind spannende Figuren, deren Lebensgeschichten man in eigene Bücher packen könnte. Doch Eveline Hasler hat sich für sie alle zusammen nur diese 219 Seiten Platz genommen. Und so bleibt sie notgedrungen an der Oberfläche der Charaktere hängen. Wollte sie nicht mehr, oder konnte sie nicht?

Weitere Besprechungen gibt es hier:

12 thoughts on “Eveline Hasler: Mit dem letzten Schiff (2013)

  1. Trotz der abschließend eher negativen Zeitungskritik – das Buch kommt auf meinen Berg. Danke, Anna, für die umfassende Besprechung, sehr informativ und auch sehr bewegend und neugierig machend. Es scheint halt dieselben Mängel zu haben, wie viele der Bücher, die derzeit ja etwas im Trend sind, in denen tatsächlich Geschehenes in eine Art Romanhandlung gepackt wird bzw. erinnern mich die Kritikpunkte auch an jene, die Claudio bei uns zu Ostende äußerte. Dennoch: Es ist ein wichtiges Kapitel der Geschichte, und ohne Deine Besprechung und die auf der Lesewelle wäre die Person Fry an mir komplett vorbeigegangen. So ist das Buch sicher auch ein Einstieg, um mehr über ihn zu erfahren.

    • Freut mich, wenn ich ein wenig neugierig machen konnte. Ich überlege auch schon, seinen eigenen Bericht über seine Erlebnisse zu lesen. Das engl. Original ist im Moment aber gar nicht so leicht zu bekommen, wenn man ungern auf Kindle liest und nicht gleich 50 Euro dafür ausgeben möchte. Ohne Lesewelle wäre das Buch und die Person Frys auch komplett an mir vorbeigegangen. Ob ich doch mal die Verlagsvorschauen sorgfältiger lesen sollte? Bin also gespannt, ob wir bei dir noch etwas dazu lesen werden…

      • Ich weiß nicht…Verlagsvorschauen sind immer verlockend und man bekommt Gelüste – ist dann aber oft auch etwas enttäuscht. Ich will ja wieder weg von der Flut von Neuerscheinungen und mich mehr auf Bücher der Vergangenheit lesend konzentrieren, für die ich bislang keine Zeit hatte (so die ganzen „klassischen“ Franzosen) oder solche, die mir über solche Besprechungen wie die deine über den Weg laufen. Aber keine Vorschauen mehr…da sind die Augen oft größer als der Appetit. Lesen werde ich das Buch von Frau Hasler eventuell, aber besprechen doch eher nicht…ihr habt das schon gut gemacht. (Außerdem: Ich will ja weniger rezensieren, weil ihr euch immer so beschwert habt🙂 ).

      • Ja, das mit den „Augen größer als der Appetit“ kenne ich irgendwoher. Vor allem kostet das Stöbern durch die Vorschauen auch wieder Zeit🙂 Ich darf dich freundlich darauf aufmerksam machen, dass ich es ganz großartig fände, wenn du mehr Bücher besprechen würdest, die ich schon gelesen habe🙂🙂 Ich habe meine Buchhandlung gebeten, mir – wenn leider auch auf Deutsch – die Erinnerungen Varian Frys zu besorgen. Vielleicht ist der Vergleich mit Hasler ja interessant… Dir einen schönen sonnigen Tag. Anna

      • Liebe Anna,
        bin mal gespannt, wie dann die Original-Erinnerungen vergleichbar sind mit der Frau Hasler. Besprechen werde ich das nicht – weil: von der Vorleserin zur Mitleserin (bei anderen Blogs) dann zur Nachleserin (und schreiberin) zu werden, das wäre ja schon ein tiefer Fall🙂 Ich kann dir also nichts versprechen bezüglich meiner Leseliste, solange mein kleines Ego noch muckt. Aber Du musst doch anerkennen, dass es ganz sachte ruhiger wird auf Sätze&Schätze🙂

  2. In dem Buch „Exil am Mittelmeer – Deutsche Schriftsteller in Südfrankreich von 1933-1941“ Hrsg: Ulrike Voswinkel u. Frank Berninger, erschienen im allitera-verlag / edition monacensia werden Varian Frey und das ERC sowie seine „Schützlinge“ relativ ausführlich behandelt. Auch sonst ist das Buch als Einstiegslektüre in die Exilanten/Emigrantenliteratur sehr empfehlenswert.
    lg

  3. Liebe Anna,
    beim Lesen Deiner Besprechung sind mir ganz viele Bücher und Begenheiten eingefallen: Ich saß gleich wieder in Anna Seghers Roman „Transit“ in der Pizzeria vor der wagenradgroßen Pizza, mir fiel wieder die abenteuerliche Flucht der Feuchtwangers ein – es gab eine Zeit, in der ich ganz viel von Feuchtwanger gelesen habe und natürlich auch Biographisches – und dann lese ich weiter und weiter und schon fallen die Namen und es stellt sich heraus, dass Vry all diesen Menschen zur Flucht verholfen hat. Von ihm und der Organsiation wusste ich aber nichts (mehr).
    Und so wie Du die vielen Schicksale und Hintergründe beschrieben hast, habe ich vermutet, dass das Buch ein „dicker Schinken“ sei, aber mit etwas mehr als zweihundert Seiten ist das ja fast übersichtlich. Bestimmt ein guter Überblick/EInstieg in die Hintergründe der vielen Fluchten.
    Vielen Dank fürs Erinnern, Claudia

    • Hallo Claudia, ja, das Buch ist wohl eher ein Einstieg – bei der überschaubaren Seitenzahl. Allerdings fand ich das auch angenehm, denn ich wollte ja nicht gleich eine Doktorarbeit darüber lesen. Und du hast natürlich recht. Wichtig ist es auch, die Schriftsteller wieder im Original zu lesen und sich nicht nur mit dem Biografischen zu begnügen. Aber da ich vorher von der Arbeit des Rettungskomitees fast gar nichts wusste, fand ich es trotz aller Schwächen hochinteressant.
      Transit ist noch ungelesen. Es gibt viel zu tun🙂 LG, Anna

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