Fundstück

Werbeanzeige in einer englischen Zeitung für einen Lesekreis:

If YOU have ever been tempted by the idea of joining a book club but put off by the thought of highbrow discussions, the town’s latest group could be for you. A club meets at the Umbrella Centre each month to discuss literature – but you don’t even have to read the book to take part. Organiser Liz W. said the idea was to have fun and make new friends. ‚We choose books that are easy to read, and that have been made into films so you don’t even have to read if you don’t want to,‘ she said. ‚It should be fun and it’s as much about socialising as it is about the books.‘ The group was set up after people complained they felt intimidated by groups held in people’s houses. It particularly welcomes male members.

At the end of the piece there was a contact phone number. Fortunately, I was already a member of a book group otherwise I might have been tempted to join. It sounded mindboggling yet somehow inevitable: a book group where you didn’t have to read the book. Wherever she lies, Virginia Woolf must be punching herself in the face.

zitiert nach: Andy Miller: The Year of Reading Dangerously, 2014, S. 194/195

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7 thoughts on “Fundstück

  1. An sich ist die Idee ja nicht schlecht, um neue Interessenten und Mitglieder zu gewinnen. Vielleicht ändert sich ja die Ausrichtung dieses Buchclubs im Laufe der Zeit… aber marketingtechnisch nicht unbedingt schlecht.

    • Ich denke auch, dass das ein Angebot ist, das für viele interessant sein könnte. Es geht dabei ja eher um ein geselliges Zusammensein. Aber warum dann der Aufhänger „Bücher“, wenn man die noch nicht einmal lesen muss? So in der Praxis kann ich mir das nicht gut vorstellen🙂

      • Naja, wenn sie sich erstmal mit Verfilmungen beschäftigen, sollte es ja keine Probleme geben. Und zeitlich sollte diese Variante auch machbar sein, auf Grund der zahlreichen Literaturverfilmungen…

  2. Hihi, ich habe die Anzeige eher als Witz gelesen – auch wenn das kleine Interview schon annehmen lässt, dass die Organsiatorin es ernst meint. Ich fand dann den Treffpunkt sehr schon, lasse das „Center“ mal weg, und stelle mir vor, wie sich die Interessierten da unter ihren Regenschriemn treffen und über Bücher sprechen, die sie nicht kennen. Sehr skuriil! Irgrendwie scheinen sie ja große Sehnsucht nach den (Bluch-)Klubs zu haben, in denen Menschen sich stundenland mit einem gemeinsamen Thema/Text sachkundig auseinandersetzen können.
    Viele trotzdem schmunzelnde Grüße, Claudia

    • Ja, warum man eine regelmäßige Veranstaltung, bei der es um das gesellige Beisammensein geht, unbedingt als book club bewerben muss, hat sich mir auch nicht so ganz erschlossen. Letztlich steht Andy Miller aber auch ernsthafteren Varianten des Lesekreises eher skeptisch gegenüber, aber das ist wieder eine andere Geschichte🙂 Freut mich, wenn ich dir ein Schmunzeln beschert habe! LG, Anna

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