Fundstück von Andrea Gerk

Wobei sich aus der positiven Wirkung des Erzählens nicht automatisch ableiten lässt, dass auch der Akt des Lesens gesund ist. Aus der Perspektive eines Physiotherapeuten zum Beispiel kann Lesen gar nicht gesund sein. Schon allein das dauernde Sitzen: mit krummem Rücken an den Schreibtisch geklemmt oder halb liegend auf der Couch, tief versunken in fiktive Welten und darum völlig unerreichbar für das Knirschen und Stöhnen von Nacken- und Schultermuskulatur, Bandscheibe und Verdauungsorganen. Zwar ist den meisten Lesern die Idee bekannt, dass Körper und Geist eine harmonische Einheit bilden sollten, allerdings vor allem aus Philosophie und Literatur und weniger aus der Praxis.

aus: Andrea Gerk: Lesen als Medizin: Die wundersame Wirkung der Literatur (2015), S. 43

Besorgt euch das Buch. Wer nicht weiß, wieso, der lese noch mal rasch bei Binge Reading und Leselebenszeichen nach.

P1030337

Autor: buchpost

- mein buchregal: schon lange ein gegengewicht zu beruf und engstirnigkeit - ziele: horizont weiten, mich vergnügen und das wichtige behalten

5 Kommentare zu „Fundstück von Andrea Gerk“

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