Fundstück von Amos Comenius

Alle Verwicklungen der Welt haben nur eine einzige Ursache, nämlich die, daß die Menschen nicht zwischen dem Nötigen und Unnötigen unterscheiden können, daß sie das, was ihnen not ist, übersehen und sich fortwährend mit dem Unnötigen beschäftigen, sich darein verwickeln und verstricken.

(Johann Amos Comenius, zitiert nach Dieterich, S. 110)

P1090874

Autor: buchpost

- mein buchregal: schon lange ein gegengewicht zu beruf und engstirnigkeit - ziele: horizont weiten, mich vergnügen und das wichtige behalten

9 Kommentare zu „Fundstück von Amos Comenius“

    1. Das stimmt und macht die Sache manchmal nicht einfacher 🙂 Aber schön wäre es schon, wenn ich manchmal einen klareren Sinn dafür hätte, das Nötige vom Unnötigen unterscheiden zu können. LG, Anna

      1. Bekanntlich ist jede/r hinterher klüger als vorher, was ja im Klartext nur bedeutet, das wir die Zukunft nicht ausrechnen können, weil es sie gar nicht gibt, was wiederum aufzeigt, dass wir halt nicht wissen können im vorhinein, ob etwas nötig oder unnötig ist…

  1. tut mir Leid, aber ich finde oft die ‚unnötigen‘ dinge des lebens viel nötiger. was ist ein notwendiges werkzeug für den klempner schon wert, gegen einen schmetterling, der sich gerade ganh leise aus seinem kokon schält und sich dann elegant mit den winden verwehen lässt

    Liebe Grüße
    Kai

    1. Lieber Kai, vielen Dank für deinen Kommentar. Da sieht man mal wieder sehr schön, wie unterschiedlich selbst so ein kleiner Text gelesen werden kann. Ich würde dir bei deinem Schmetterlingsbild doch sofort zustimmen. Ich dachte bei den unnötigen Dingen eher an die Momente, die ich mit wirklich sinnlosem Gedödel vergeude, mit Kram, der mir nicht einmal wichtig ist, also eher die Momente, wo ich eben nicht auf den Schmetterling oder was auch immer achte, wo ich so zersplittert bin und dann achtlos Zeit verschwende, weil ich mir eben nicht im Klaren darüber bin, was mir jetzt eigentlich nottut.
      Einen schönen Abend, Anna

  2. Der Wissende tut nicht, der Unwissende verstrickt sich – seit ich das gelesen habe, halte ich mich oft zurück, wenn es ums Einmischen oder besser Wissen geht oder um vermeintlich nötige Dinge, wie schnell noch hier anrufen und da Bescheid sagen, weil es könnte ja… Nein. Wenn es wirklich wichtig ist, bewege ich mich. Zur Not mit einem Laser-Schwert in der Hand. Aber wie oft ist es bloß Fehlalarm… lieber einem Schmetterling zuschauen oder den Schnuppen beim Fallen…

    1. „Nichts bleibt ungetan, wo nichts Überflüssiges getan wird.“ (Tao-Te-Ching)
      Dein Satz „Wenn es wirklich wichtig ist, bewege ich mich. Zur Not mit einem Laser-Schwert in der Hand.“ gefällt mir sehr! LG, Anna

  3. Das Nötige vom Unnötigen zu unterscheiden ist in der Tat sehr schwierig da wir in einer Gesellschaft leben die ständig damit beschäftigt ist vorzugeben was uns gut tut, was wir brauchen, kurzum die das Nötige so gut versteckt das es nicht mehr sichtbar ist. Vielleicht ist das Nötige gefährlich?

    1. Entschuldige meine verspätete Antwort. Ich denke, du hast recht. Das Nötige wird gut versteckt und oft genug spielen wir da selbst auch mit, da das Nötige oft auch ein wenig unbequem sein kann. LG Anna

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