Fundstück von Fritz Hartnagel

Obwohl viele den Herbst hassen und in seinen Nebeln und Winden und in seiner Herbheit schon das absterbende Jahr sehen, finde ich in dieser Jahreszeit erst die letzte Vollendung, das Genie, das allerdings in seinen Farben, in seiner Wildheit, seiner Trunkenheit und seiner Melancholie vielleicht schon zum Wahnsinn übergeht. Aber darum liebe ich den Herbst.

Fritz Hartnagel in einem Brief an seine Freundin Sophie Scholl vom 27. September 1939

zitiert nach: Sophie Scholl, Fritz Hartnagel: Damit wir uns nicht verlieren: Briefwechsel 1937 – 1943, hrsg. von Thomas Hartnagel, 2005

Autor: buchpost

- lesen: schon lange ein gegengewicht zu beruf und engstirnigkeit - blog : inhalt meines buchregals - ziele: horizont weiten, mich vergnügen und das wichtige behalten

2 Kommentare zu „Fundstück von Fritz Hartnagel“

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