Fundstück von Johan Bargum

Ihm war klar geworden, dass auch er selbst, wenn es einmal so weit wäre, denselben Schrecken empfinden würde, dieselbe unvernünftige, paradoxe Angst vor dem Verschwinden. Es gab keinen guten Tod; das erfüllte ihn mit Wut und Verzweiflung und mit einem Gefühl, dass sein ganzes, langes Ärzteleben umsonst gewesen war, weil es ihn nichts anderes gelehrt hattte, als dass sich am Ende keiner aufs Sterben verstand und infolgedessen auch nicht aufs Leben.

aus: John Bargum: Nachsommer, mare Verlag 2018, S. 52

Die schwedische Originalausgabe erschien 1993.

Autor: buchpost

- lesen: schon lange ein gegengewicht zu beruf und engstirnigkeit - blog : inhalt meines buchregals - ziele: horizont weiten, mich vergnügen und das wichtige behalten

3 Kommentare zu „Fundstück von Johan Bargum“

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