Blogbummel Juni 2017 – 2. Teil

Beginnen wir mit 24 Hours Among Wild Horses auf dem Blog von Tanja Britton.

Deutschsprachige Blogs

Wortspiele konnte einer von Richard Wagner herausgegebenen Lyrik-Anthologie nicht widerstehen.

Auf schiefgelesen.net geht es um einen Roman von Ali Smith.

Peter liest, und zwar Schafe. Ein Portrait von Eckhard Fuhr.

Sätze & Schätze erinnert mit ihrem informativen Beitrag daran, dass ich mich gern mehr mit türkischer Literatur beschäftigen würde.

Um Wunderbare Jahre: Als wir noch die Welt bereisten von Sibylle Berg geht es auf Jargs Blog.

Lesestunden beeindruckt mit seiner Verbeugung vor Balzac und ist der Frage nachgegangen, wie man einen Überblick über die unzähligen Figuren bekommen könnte. Da spricht ein echter Fan.

Lena Riess las Wunschloses Unglück von Peter Handke.

Stift und Schrift macht Lust, die Zeichensachen auszupacken.

Um Paris-Austerlitz von Rafael Chirbes geht es beim Buchuhu.

UmgeBUCHt las Das Lächeln meiner Mutter von Delphine de Vigan.

Und noch nach der eigentlichen Veröffentlichung dieses Beitrags dazugemoggelt:

Bouquineurblog stellt das großartige Buch Eine Geschichte von Liebe und Finsternis von Amos Oz vor.

Auf literaturleuchtet gibt es eine Besprechung zu Suleika öffnet die Augen von Gusel Jachina.

Englischsprachige Blogs

Auf Interesting Literature gibt es eine Liste mit zehn besonders wichtigen Detektivromanen. Da kann man dann immer so nett überlegen, was man selbst noch auf die Liste setzen würde und was man selbst davon schon kennt. Auch der Beitrag mit dem Titel Dante Among the Machines: Margaret Oliphant’s ‘The Land of Darkness’ ist – besonders für LeserInnen von Dystopien interessant.

We need to talk about books empfiehlt Staying on von Paul Scott.

Zum Schauen, Staunen und Reisen

Twinsie’s Blog zeigt Mohnschein.

Seltsame Vögel in Deutschland gibt es bei Cindy Knoke.

Ein bisschen weiter weg ist Padar Island (Indonesien). Dazu gibt es tolle Fotos auf Safira’s Journey.

Lost in Translation zeigt ein Bild, das ich mir sofort an die Wand hängen würde.

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Fundstück von Ruby Ferguson

Leider war Ruby Ferguson (1899 – 1966) ihrer eigenen Romanidee in Lady Rose and Mrs Memmary (1937) nicht durchgehend gewachsen. Es gab einfach zu viel Süßlichkeit, besonders in der oberidyllischen Kindheit der adligen Lady Rose – was von wohlmeinenden Geistern gern als „Märchenhaftigkeit“ verbrämt wird -, eine eiskalte Mutter, ein Hauch von Effie Briest und die wirklich albernste und unglaubwürdigste Szene einer Liebe auf den ersten Blick, die mir je untergekommen ist.

Anscheinend konnte sich Ferguson nicht so recht entscheiden, was für eine Art von Geschichte sie denn nun eigentlich erzählen wollte. Schade eigentlich, denn das Buch hätte durchaus das Potential gehabt, ein netter Schmöker zu werden.

Da konnte auch die Verschränkung zweier Zeitebenen, die ich hier ganz gelungen fand, nicht mehr viel retten: Drei Touristen entdecken Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts auf einer Spazierfahrt durch Schottland das einsam gelegene Herrenhaus Keepsfield, das zu vermieten wäre, und lassen sich von der alten Mrs Memmary, die sich um das Haus kümmert, die Geschichte der einstigen Besitzer erzählen.

So hätte ich das Buch gar nicht weiter erwähnt, aber Stellen wie die folgende zeigen, dass die Autorin durchaus schreiben konnte und was für ein Buch es hätte werden können:

Rose indulged in the most romantic dreams about marriage. Of course they were all delightfully vague and abstract, and for all practical purposes they began and ended with white satin and pearls and sheaves of flowers at St. George’s, and red carpet in front of Aunt Violet’s house in Belgrave Square, and tears, and hundreds of presents. After that came a kind of ideal and undefined state in which you lived blissfully under a new name, and had your own carriage, and didn’t have to ask permission from Mamma when you wanted to go out. Floating airily through all this, of course, was a man. He was not like any man you had ever seen; they were just men. This man – your husband, queer, mysterious word – was hardly human at all. He was dreadfully handsome, and a little frightening, but of course you didn’t see very much of him. When you did see him there were love scenes. He always called you „my darling“ in a deep, tender voice; and he gave you jewels and flowers, and sometimes went down on his knees to kiss your hand. All this came out of the books you had read. Some day, almost any time after you were presented and began to go about with Mamma, you would suddenly meet this marvellous being. You would be in love. You would be married. And that was the end, except that, of course, you would live happily ever after. (S. 112)

 

Blogbummel Juni 2017 – 1. Teil

Mit geheimnisvoll wirkenden Stone people, gefunden auf bardtke.net, geht es heute los.

Deutschsprachige Blogs

Keine Buchvorstellung, aber dieser kurze Text auf Klunker des Alltags hat mich angesprochen, vielleicht auch im Nachklang zu dem Buch Der Sinn des Lesens.

Auf buchrevier wurde Heute leben wir von Emmanuelle Pirotte gelesen und für gut befunden.

Der Leseschatz hat diesmal ein Buch von Zia Haider Rahman in der Schatzkiste.

Ausgesprochen eigenartig fand ich die inhaltlichen Übereinstimmungen zwischen Hier können Sie im Kreis gehen, vorgestellt im Bücherwurmloch, und Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau.

Der paper and poetry blog befasste sich mit Die Taufe von Ann Patchett.

Die Besprechung von Hawthornes Das Haus mit den sieben Giebeln auf Sätze & Schätze machte mich ganz hibbelig. Kam sofort auf die Wunschliste.

Diesmal steht Richard Russo auf der Liste des Leseschatzes.

Vom der Leuchtturmwärterin wurde Terasa Präauers Roman Für den Herrscher aus Übersee erspäht.

literaturleuchtet hat für sich Ismail Kadare entdeckt.

Herz auf Eis von Isabelle Autissier war die Lektüre des Kaffeehaussitzers. Da gibt es auch eine ansprechende Zusammenstellung interessanter Graphic Novels.

Wortspiele macht neugierig auf Aras Ören.

Literaturlese holt ein altes Schätzchen raus, nämlich Désirée (1951) von Annemarie Selinko.

Bei Inkunabel dreht sich diesmal alles um eine Krimi-Reihe von Ken Bruen.

Bei dem Titel Klassenbuch von John von Düffel werde ich hellhörig, vorgestellt auf SOUNDS & BOOKS.

Wortakzente widmet sich einem Buch über die Situation Afghanistans.

Englischsprachige Blogs

chronic bibliophila las Marriage of a Thousand Lies von SJ Sindu.

A Life in Books stellt harten Tobak vor, nämlich In Every Moment We Are Still Alive von Tom Malmquist, auf Deutsch unter dem Titel In Jedem Augenblick unseres Lebens erschienen.

Zum Schauen, Staunen und Schauen

Auf dem Blog Nur Lesen ist schöner geht es diesmal nach Ghent.

Restless Jo hat orientalischen Mohn fotografiert.

Mal wieder Zeit für eine Stippvisite in Yorkshire, besonders das letzte Foto auf Walking with a Smacked Pentax ist unglaublich schön.

Und mit The World according to Dina geht es nach Schottland zu den Stones of Callanish. Die Bilder sprechen für sich.

Cindy Knoke bummelte durch Ancient Olympia.

Sind diese Fotos von Jane Lurie nicht fantastisch? Da hören wir dann gleich noch Takes two to tango von Louis Armstrong.