Rückblick auf das Lesejahr 2013

Katrin, Betreiberin des ehemaligen Blogs BuchSaiten, veranstaltete auch 2013 ihre Blogparade. Los geht’s.

1.  Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?
Warum sollte ich ein Buch lesen, von dem ich mir wenig verspreche?

2.  Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?           
Sowohl mit dem hochgelobten Blumenberg von S. Lewitscharoff als auch mit Vogelweide von Uwe Timm konnte ich leider gar nichts anfangen.

3.  Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?        
Erich Hackl ist keine echte Neuentdeckung, weil mir schon Familie Salzmann sehr gut gefallen  hatte, aber Dieses Buch gehört meiner Mutter ist trotzdem für mich eines der beeindruckendsten Bücher des Jahres 2013.
Tatsächliche Autoren-Neuentdeckungen waren für mich der Autor Sam Selvon mit seinem The Lonely Londoners (1956) und der Schweizer Markus Werner mit Am Hang.

4.  Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?  
Normalerweise sind mir Cover relativ egal, allerdings schrecken mich quitschbunte Cover eher ab. Aber die Penguin-Ausgabe von Susan Cains Bestseller „Quiet“ über introvertierte Menschen war auf der Vorderseite komplett weiß, und auch Titel und Autorenname waren weiß und nur anhand der Prägung zu lesen. Das war eine tolle grafische Umsetzung des Inhalts. Ansonsten könnten meinetwegen alle Bücher einen edel-schlichten Leineneinband haben.

5.  Welches Buch wollt ihr unbedingt im nächsten Jahr lesen und warum?                                             
Alle Bücher meines SUBs, also völlig unrealistisch. Außerdem plane ich nie, welches Buch ich als nächstes lese. Das ist ja gerade das Schöne daran.

6.  Außerdem: Welches Buch oder welche Bücher hast du dieses Jahr wiedergelesen?
Dieses Jahr hatte ich viel Freude beim Wiederlesen der englischen Klassiker Emma und Pride and Prejudice.

7.  Und wenn wir schon dabei sind: Welches Sachbuch war dir in den letzten zwölf Monaten wichtig?
Der Hauslehrer von Michael Hagner über Erziehungsvorstellungen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts
Oranges and Sunshine von Margaret Humphreys über die Jahrzehnte andauernde Kinderverschickung nach Australien
Herr K. schaut mir über die Schulter und ist entrüstet, er meint, das wichtigste Sachbuch sei ganz klar Überwachtes Deutschland: Post- und Telefonüberwachung in der alten Bundesrepublik (Februar 2013) von Josef Foschepoth.

8.  Ach, und da fällt mir noch eine Frage ein, die mir niemand gestellt hat, die ich aber witzig finde. Welche Bücher wären spurlos an dir vorbei gegangen, wenn nicht andere BloggerInnen dich darauf aufmerksam gemacht hätten?
Claudia vom Grauen Sofa sorgte für folgenden Bücherzuwachs bei mir:

  • Reise an den Rand des Universums von Urs Widmer
  • Firmin. Ein Rattenleben von Sam Savage
  • Idylle mit ertrinkendem Hund von Michael Köhlmeier
  • Alle Farben des Schnees von Angelika Overath

Linus von Buzzaldrins Bücher hat mit seinen Besprechungen dafür gesorgt, dass

  • Blasmusikpop von Vea Kaiser bei mir eingezogen ist und
  • Wohllebengasse von Tim Bonyhady nun auf der Wunschliste steht.

Und Philea’s Blog ist „schuld“ an folgenden Neuerwerbungen:

  • Reisen mit meiner Tante von Graham Greene
  • Die Entdeckung der Natur von Jürgen Goldstein