Blogbummel Februar 2018

Beginnen wir den heutigen Bummel klassisch schwarzweiß, z. B. mit den Fotos von Tish Farrell oder von Achim Spengler. Mehr Farbe kommt dann bei der Spiegelbremse und ihrer Winterstarre ins Spiel.

Klasse fand ich den Beitrag Pimp my book: Bücher aufbereiten für den kleinen Geldbeutel auf Lesestunden.

Deutschsprachige Blogs

Jargs Blog macht Lust, sich näher mit Quallen zu beschäftigen.

Lena Riess lässt uns teilhaben an ihrer Wilhelm Raabe-Lektüre.

Dass es sich immer noch lohnt, Fräulein Else von Schnitzler zu lesen, zeigt Literatur im Fenster.

Ingos England-Blog wirft einen Blick zurück auf die Anfänge des Penguin Verlages.

Ronja Waldgänger kann Hannes Köhler mit seinem Buch Ein mögliches Leben empfehlen. Außerdem las sie At the Existentialist Café  von Sarah Bakewell.

Die Kleine Bibliothek las ein anderes Buch von Bakewell, und zwar Wie soll ich leben? Oder das Leben Montaignes in einer Frage und 20 Antworten.

Film und Buch ruft eine Dystopie von 1948 ins Gedächtnis, nämlich Wir fanden Menschen von Hans Wörner.

Das Wissenstagebuch hat mir Gebrandmarkt von Ibram X. Kendi auf die Einkaufsliste gesetzt.

Auf Zeichen & Zeiten wird der Roman Die Landschaft hat immer Recht von Bergsveinn Birgisson vorgestellt.

Günter Keil hat bereits einen seiner Favoriten für 2018 entdeckt, und zwar Die Herzen der Männer von Nickolas Butler.

Obwohl mir die Storm-Biografie von Missfeldt nicht so gefallen hatte, macht mich Peter liest... doch neugierig auf dessen Roman Solsbüll.

Frau Lehmann liest hingegen Der Mann, der nicht mitspielt von Christof Weigold. Aber auch Dame zu Fuchs von David Garnett und Wiesenstein von Hans Pleschinski haben ihr gefallen.

Angetan von Arno Geigers Unter der Drachenwand war literaturleuchtet.

Und um den Gedichtband Aus Glut geschnitzt geht es bei Sätze & Schätze. Auch auf literaturleuchtet gibt es Lyrik, diesmal von Ilse Helbich.

Englischsprachige Blogs

Einen Autor, den ich noch nicht kannte, stellt uns Cross Examining Crime vor, nämlich Robert Barnard mit seinem Krimi The Missing Brontë (1983).

Heavenali stellt eine Kurzgeschichten-Sammlung von Maleachi Whitaker vor, einer Autorin, der ich mehr Aufmerksamkeit wünsche.

Zum Staunen, Reisen und Schauen

Von Orten und Menschen bringt immer so schöne Fotos von ihren Spaziergängen mit, diesmal hier und hier.

Einen Ausflug zu einem historischen Bankgebäude in Melbourne gibt es auf Historical Ragbag.

Ingos England-Blog stellt uns heute einen Garten in Kent vor. Bleiben wir noch ein bisschen in Großbritannien: Der Sonntagsknipser war in Schottland und jetzt will ich sofort die Koffer packen, denn diesen Hügel bin ich noch nie entlanggeschlendert, den The World according to Dina da so toll in Szene gesetzt hat.

Book Snob war in der anregenden Ausstellung des Victoria & Albert Museums Ocean Liners: Speed and Style.

East of Elveden zeigt, wozu ausgemusterte Eisenbahnwaggons in Kirgisistan gut sind.

Revolution, Baby, Revolution wirft einen Blick zurück auf ihre viermonatige Südamerika-Reise, während uns Jane Lurie an die kalifornische Küste mitnimmt.

DSC00059

Advertisements

Fundstück von Kurt Marti

Memento Momenti

Ihre Überzeugung, daß die Welt nicht in Ordnung zu  bringen sei, befreite sie zu einer Ausgelassenheit, in der die Welt für Stunden in eine nicht mehr erwartete, spontane Ordnung geriet, wie sie nicht besser, nicht leuchtender hätte sein können.

aus: Kurt Marti: Zärtlichkeit und Schmerz, Luchterhand Verlag 1979, S. 65

Fundstück von Muriel Spark

Nachdem Dame Lettie erneut einen anoynmen Anruf erhalten hat, ruft sie ihren Bruder an:

A few moments later Dame Lettie telephoned to her brother Godfrey.
‚Godfrey, it has happened again.‘
‚I’ll come and fetch you, Lettie,‘ he said. ‚You must spend the night with us.‘
‚Nonsense. There is no danger. It is merely a disturbance.‘
‚What did he say?‘
‚The same thing. And quite matter-of-fact, not really threatening. Of course the man’s mad. I don’t know what the police are thinking of, they must be sleeping. It’s been going on for six weeks now.‘
‚Just those words?‘
‚Just the same words – Remember you must die – nothing more.‘
‚He must be a maniac,‘ said Godfrey.

Aus: Muriel Spark: Memento Mori (1959)