Sommerpause

Buchpost möchte bei dem Wetter eher im Garten sitzen oder – falls die Temperaturen über 30 Grad klettern – im Keller, deswegen wird heute mit einer kleinen Donnerstagsleserei die Sommerpause ausgerufen.

Gern gelesen

Ich freue mich immer, wenn es etwas Neues auf dem Blog LandGlück gibt, diesmal lautet das Thema Kleinbürger? Kleingeister? Kleingarten?

Glück gehabt – schon gelesen

Alles mit Links hat sich mal wieder das Irische Tagebuch von Böll vorgeknöpft. Auch ich habe das sehr, sehr gern gelesen. Bei Interesse hier lang.

Für die Wunschliste – bald passt da nichts mehr drauf …

Elementares Lesen setzt mir gleich zwei Titel auf die Liste, nämlich Der Mann, der alles wusste von John Glassie und – bestimmt geschenktauglich – What if? Was wäre wenn?

Flattersatz hat Etty Hillesums Tagebücher gelesen.

Aber das Buch Amerika-Plakate von Richard Lorenz klingt auch sehr vielversprechend. Vorgestellt von Frank auf dandelion. abseitige Literatur.

Zum Reisen und Staunen

Zwar wird das Nichtleser nicht überzeugen, aber eine hübsche Idee sind diese Bänke in London trotzdem.

Es soll ja Menschen geben, die mit Kirchen und ihrer Architektur nichts anfangen können, für alle anderen zwei wunderbare Fotos (Foto Nr. 1 – Ely Cathedral – und Foto Nr. 2) von Echoes of the Past.

Bis zum Wiederlesen.

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Fundstück

Heute ein Zitat – mit freundlicher Erlaubnis der Blogbetreiberin – aus dem schönen Blog Tales from the Reading Room.

Victoria hat zwar einen wunderbaren Ehemann, der ihr sogar Bücherregale zimmert, aber hin und wieder äußert er doch Bedenken, was die sich ansammelnde Büchermenge im Haushalt angeht.

Victoria schreibt:

For the last couple of months, Mr Litlove has been busy making me new bookcases. It will probably not surprise you to know that we have been experiencing a bit of a book crisis once again. Mr Litlove has been rumbling darkly to the effect that rather than live in a house with a lot of books, we have now veered into the territory of hoarders and eccentrics, and are living in a library that happens to have beds in it. I’m not sure why this should be an issue, but he seems to think it is.

Manches kann man nur auf Englisch so nett ausdrücken. Thanks, Victoria!

 

 

 

 

Donna Leon: Venezianisches Finale (1993)

Der dritte Gong tönte diskret durch die Foyers und Bars des Teatro Fenice und rief zum letzten Akt der Oper. Zigaretten wurden ausgedrückt, Gläser leer getrunken, Gespräche beendet, und langsam drängte das Publikum zurück ins Theater. Der zwischen den Akten hellerleuchtete Saal war erfüllt von gedämpftem Stimmengewirr. Hier blitzte ein Diamant, dort wurde auf nackter Schulter ein Nerzcape zurechtgerückt, da ein unsichtbares Stäubchen von einem Satinrevers geschnipst. Zuerst füllten sich die Ränge, dann das Parkett, zuletzt die drei Reihen der Logen.

So beginnt

Donna Leon: Venezianisches Finale; im Original: Death at La Fenice (1992) 

- übersetzt von Monika Elwenspoek

Um ein bisschen zu schmökern und herauszufinden, wieso Donna Leon mit ihren Commissario Brunetti-Romanen – vor allem in Deutschland – so erfolgreich ist, las ich vor ziemlich genau zwei Jahren den ersten Band.

Anlässlich des schönen Verrisses bei Sätze&Schätze habe ich meine Besprechung noch einmal hervorgekramt.

Zum Inhalt

Das Opern-Publikum wartet also vergebens darauf, dass der deutsche Star-Dirigent Wellauer (mit dubioser Nazi-Vergangenheit) zurück auf sein Podium kommt. Man findet ihn tot in seiner Garderobe, vergiftet, wie sich rasch herausstellt.

Brunetti interviewt dann halt alle Beteiligten, möglichen Tatverdächtigen und Experten so vor sich hin und kann ein paar familiäre Beziehungen spielen lassen, um einige Informationen schneller zu bekommen. Er macht sich so seine Gedanken über Venedig (ganz überraschend findet er, dass die Stadt mehr und mehr den Touristen gehört), findet den Täter und wir können, wenn wir wollen, jeden seiner Gänge auf dem Stadtplan von Venedig verfolgen.

Fazit

Zugegeben: Leon greift in ihren Brunetti-Romanen immer wieder aktuelle Themen auf, doch leider rettet das gar nichts.

Zwar habe ich nicht das amerikanische Original gelesen, aber es kann nicht nur, wenn überhaupt, an der Übersetzung liegen, dass ich so enttäuscht war. Hatte einen klassischen, möglichst unbrutalen Whodunit erwartet.

Stattdessen Schnarch und Langeweile. Die Eindimensionalität der Personen ist bis zur Perfektion gelungen.

Und die Schreibe ist dermaßen betulich, es ist unglaublich. Zum Beispiel kocht seine Frau irgendwann einen Tee:

Dann tapste er hinter ihr her in die Küche und setzte sich, während sie den Kessel mit Wasser füllte und auf den Herd stellte. Aus einem Hängeschränkchen holte sie eine Tüte mit getrockneten Blättern, machte sie auf und schnüffelte daran: ‘Eisenkraut?’ [...] Sie warf eine Handvoll Teeblätter in die Keramikkanne, die schon ihrer Großmutter gehört hatte. [...] Aus dem Kessel schoß eine Dampfsäule, und Paola schüttete das Wasser in die angeschlagene Kanne. Wie immer empfand er schon ihre bloße Anwesenheit als wohltuend, und es wirkte beruhigend auf ihn, wenn er zusehen konnte, mit welch sicherer Gewandtheit sie sich bewegte und arbeitete. [...] ‘Schon irgendeinen Anhaltspunkt?’ fragte sie und stellte die Teekanne und zwei Becher auf den Tisch. Dann setzte sie sich ihm gegenüber, goß den aromatischen Tee ein, stand wieder auf und holte noch einen großen Topf Honig aus dem Schrank. (S. 63)

Später erfahren wir auch noch, dass er Honig in seinen Becher löffelt und sie in ihren Becher bläst,

um ihn abzukühlen. (S. 64)

Wow!

Hübsch fand ich auch folgende Stelle:

Auf dem Fußboden waren eingelegte Marmorfliesen in einem geometrischen Muster aus Wellen und Spiralen verlegt, wie er mit venezianisch geschultem Auge feststellte. (S. 104)

Vielleicht erscheinen Leons Romane deshalb nicht auf Italienisch, weil die Italiener sie sonst zurück nach Amerika schicken würden …

 

Sonntagsleserin KW #27/28 – 2014

Mal wieder Zeit für einen Rückblick auf die vergangenen zwei Blogger-Wochen.

Zur Stärkung gibt es zu Beginn ein Foto einer Bäckerei, bei der wir uns vermutlich alle gern heute Morgen die Brötchen holen würden – präsentiert von Lesewelle.

Für die Wunschliste

Nachdem Birgit von Sätze&Schätze uns erst vorgaukelte, dass sie auf die Beschwerden ihrer LeserInnen eingehe und nun auch mal über Bücher berichte, deren Lektüre sie nicht überzeugen konnte und die sie folglich nicht empfehle, genoss ich die trügerische Sicherheit, in der ich meine Liste wähnte. Nur damit sie – genau einen Tag später – doch wieder, ohne mit der Wimper zu zucken, feststellt, dass Die Schöne von Albert Cohen sogar einen Ehrenplatz in ihren SUB einnehme. Birgit, wir müssen reden…

Mara war sehr angetan von Sag ihren Namen von Francisco Goldman, während Petra Lob. Über Literatur von Daniel Kehlmann gelesen hat.

Claudia setzt mir auf dem Grauen Sofa einen interessant klingenden Krimi auf die Wunschliste, nämlich Nairobi Heat.

Spannend und lesenswert klingt auch der von Kaffeehaussitzer vorgestellte Roman Tuareg von Alberto Vázquez-Figueroa.

Danach könnte man – vielleicht am Strand – ganz nett mit dem auf Karthauses Bücherwelt vorgestellten Buch von Rosemary McLoughlin entspannen.

Feiner reiner Buchstoff hat Skippy stirbt von Paul Murray gelesen und es nicht bereut.

Wer dann wieder etwas Anspruchsvolleres und geschichtlich Interessantes lesen will, dem sei A Good Place to Hide von Peter Grose empfohlen. Entdeckt hat dieses Buch der ANZLitLoversLitBlog. Thema: die Rettung vieler Juden während des Holocaust in einem abgelegenen Landstrich in Frankreich.

Und leider unbedingt wichtig: Die Globale Überwachung von Glen Grenwald, besprochen von Vnicornis.

Zum Reisen, Schauen und Staunen

Through my Lens ist ein besonders schönes Foto ihrer Katze gelungen.

Auch auf den Halligen gibt’s Wäsche, ganz frisch und lebendig bei MEERblick. Und überhaupt besonders das letzte Foto in einer anderen Serie: glatt zum auf die Hallig Auswandern.

Ein bisschen weiter im Osten wanderte Awesomatik auf dem Malerweg. Klingt nachahmenswert.

Silberdistel macht mich ganz neugierig auf das Schwarze Moor und dazu passt der wunderbare Beitrag auf Von Orten und Menschen.

London Unveiled legt uns die Painted Hall in London ans Herz, nach der Renovierung unbedingt sehenswert. Danach kann man dann über den Dächern von London entspannen. Tipps dazu von Absolut London.

Anschließend bietet sich ein Abstecher zur Ely Cathedral in Cambridgeshire auf Echoes of the Past doch geradezu an.

Wer nach Californien möchte, könnte hier für ein paar Nächte unterkommen. Was gibt es doch für nette Plätzchen. Gefunden bei Cindy.

Mit einem Foto der Lichtbildwerkerin wünsche ich allen einen schönen Sonntag, ob mit oder ohne Fußball.

Wer lieber poetisch verabschiedet wird oder jemanden verabschieden möchte, kann das vielleicht mit den Worten der Lotte von Lengefeld tun. Nachzulesen beim Friedrich-Schiller-Projekt.

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A. J. Cronin: The Green Years (1944)

Holding Mama’s (so nennt er seine Großmutter) hands tightly, I came out of the dark arches of the railway station and into the bright streets of the strange town. I was inclined to trust Mama, whom, until today, I had never seen before and whose worn, troubled face with faded blue eyes bore no resemblance to my mother’s face. But in spite of the bar of cream chocolate which she had got me from the automatic machine, she had so far failed to inspire me with affection.

So beginnt

Archibald Joseph Cronin: The Green Years (1944)

- ins Deutsche übersetzt von Ursula von Wiese

Zum Inhalt

Ganz in der Tradition des Bildungsromans erzählt uns der Ich-Erzähler Robert Shannon seine Kindheit und Jugend. Als Siebenjähriger plötzlich Vollwaise – er hatte mit seinen Eltern in Irland gelebt -, wird er nun von seinen Großeltern mütterlicherseits, die er nie kennengelernt hatte, zurück nach Schottland geholt.

Der Anfang dort ist schwierig. Seine Großmutter steht ganz und gar unter der Fuchtel ihres Mannes, der zwar nicht gewalttätig, aber ein liebloser und vor allem krankhaft geiziger Mann ist, der trotz sicherem Einkommen sich und seiner Familie kaum das Essen auf dem Tisch gönnt. Kein Wunder, dass Robert eigentlich immer Hunger hat. Eine der späteren Schlüsselszenen zeigt, wie Robert zusammen mit seinem Freund Gavin einen schweren Lachs geangelt hat. Die ganze Familie freut sich über diese Delikatesse, die den sonst so kargen Speiseplan der nächsten Tage bereichern wird, bis Großvater Leckie beschließt, dass der Lachs zum Fischhändler gebracht werden muss. Das Geld dafür streicht er selber ein. Niemand hat den Mut, sich gegen den kleinlichen Tyrannen zu stellen.

All my childhood at Lomond View was dominated by a monstrous law: the necessity for saving money, even at the sacrifice of the very necessities of life. Ah, if only we could have done without money, without this Northern thrift which preferred money in the bank to a good meal in the stomach, which put gentility before generosity, this cursed penuriousness which blighted us. (S. 160)

Neben den Großeltern Leckie wohnen noch die weiteren Geschwister seiner Mutter mit im Haus: der 19-jährige Murdoch, dessen große Leidenschaft die Gärtnerei ist, und Kate, die schon unterrichtet. Und dann gibt es noch Adam, der nicht mehr zu Hause lebt, ein zutiefst unsympathischer und windiger Versicherungsmensch. Da er beruflich so erfolgreich ist, ist er der ganze Stolz seiner Mutter.

Auch wenn es nicht weiter thematisiert wird, ist anzunehmen, dass die Entfremdung zwischen Roberts Mutter und ihrer Familie damit zu tun hatte, dass sie mit ca. 16 schwanger wurde und – zum Entsetzen der presbyterianischen Familie – einen Katholiken geheiratet hatte.

Die strenggläubige Urgroßmutter Roberts (die Mutter von Großvater Leckie) und der Urgroßvater (der Vater der Großmutter, der von allen nur Grandpa Gow oder Dandie genannt wird) leben ebenfalls im Haushalt und liefern sich einen erbitterten Krieg, nicht nur um die Zuneigung des Jungen. Der alte Mann, – zu Beginn des Romans um die 70 -,  ist derjenige, der Robert immer wieder aus scheußlichen Situationen rettet, ihn aus seinem Selbstmitleid aufscheucht und ihn zwingt, Verantwortung für sich zu übernehmen.

Typisch dafür eine Situation ganz zu Beginn der Geschichte: Die Urgroßmutter hat Robert zu seinem ersten Schultag ein grauenvoll grünes Anzugmonster genäht, mit dem Robert sofort zum Gespött des Lehrers und damit auch der Klasse wird. Er wird die ersten Tage verfolgt und verprügelt und ist auf dem besten Weg, ein “typisches” Opfer zu werden. Als Grandpa Gow davon erfährt, ist für ihn die Lösung sonnenklar. Robert muss Gavin, den Schüler aus seiner Klasse, der das meiste Prestige besitzt, im Kampf besiegen.

Dafür trainiert er seinen Urenkel ein paar Tage und gibt ihm mal mehr, mal weniger sinnige Ratschläge. Robert ist so verzweifelt, dass er sich darauf einlässt, und tatsächlich steigt er nach der Prügelei sofort in der Achtung seiner Schulkameraden. Die Schikanen hören auf und Gavin wird sogar zu seinem besten Freund, mit dem er dann schließlich die Hügel und Moore der Umgebung erkundet und seine Liebe zur Natur und damit auch zur Naturwissenschaft entdeckt.

Der grüne Anzug wird übrigens von Grandpa verbrannt. Überhaupt ist Grandpa Gow eine großartige Figur. Typisch seine Reaktion, als Robert von Gavin ein Mikroskop geschenkt bekommen hat:

‘What newfangled nonsense have ye there, Robert?’ The use of my formal name indicated that he was not on the best of terms with me. I explained eagerly and soon he was at my elbow, one eye screwed into the mysterious tube, blundering with the adjustment, yet pretending to a consummate knowledge of the machine. I could see that it fascinated him and when I looked in after supper, he was still glued to the tube, with a rapt expression on his face. ‘By all the powers!’ he cried. ‘Do you see these beasties in the cheese?’ Thus began, for Grandpa and myself, an era of glorious adventure as we beat our wings into the unknown. (S. 69)

Grandpa Gow: ein unverbesserlicher, manchmal auch peinlicher Weiberheld – etwas, was der verklemmte Robert an seinem Urgroßvater kaum ertragen kann. Das schwarze Schaf der Familie und beruflich immer ein Versager gewesen und deshalb völlig verarmt. Er ist ungläubig, zudem ein Quartalstrinker und abhängig vom Gnadenbrot des ungeliebten Schwiegersohnes, der ihn am liebsten ins Armenhaus stecken würde. Aber der einzige in der Familie, der Menschlichkeit praktiziert, der tolerant ist, voller Lebensfreude und sich nicht duckt, sondern sich für das, was er als richtig erkannt hat, einsetzt, manchmal mit viel Theatralik und manchmal ganz im Verborgenen.

Ein weiterer Bereich, in dem Robert seinen Weg finden muss, ist die Religion. Er ist nämlich der einzige Katholik in seiner Familie, was ihn laut seiner Urgroßmutter direkt in die Hölle führen wird, wenn er auf diesem verderblichen Weg bleiben sollte.

Robert wird schließlich älter und seine überdurchschnittliche Begabung und sein Interesse für Biologie bleiben den Lehrern nicht verborgen. Als er fünfzehn ist und kurz vor dem Schulabschluss steht, will ihm sein Lehrer Reid ermöglichen, sich für ein Stipendium am College zu bewerben. Aus Borniertheit verweigert ihm Großvater Leckie die Teilnahme an den Aufnahmeprüfungen. Auch in der Liebe läuft es nicht so, wie Robert sich das eigentlich gedacht hat. Wird es für ihn einen Weg aus der drohenden Verbitterung geben? Das soll hier natürlich nicht verraten werden.

Fazit

The Green Years war eines der beliebtesten Bücher des schottischen Arztes und Schriftstellers, der von 1896 bis 1981 lebte, und enthält eine Reihe autobiografischer Spuren.

Um Weltliteratur handelt es sich sicherlich nicht. Was mich – besonders zu Beginn, als Robert erst sieben, acht Jahre alt ist – störte, war, dass Cronin mit der Wahl der Perspektive nicht zu Rande gekommen ist. Manchmal gibt es eher unbeholfene Einsprengsel der Art “Das konnte ich damals natürlich noch nicht wissen.”

So heißt es beispielsweise, als Robert zum ersten Mal seinen Großvater Leckie sieht:

His expression was marked by that faint touch of resignation seen on the faces of people who know they are conscientious and industrious yet have not been recognized or, in their own opinion, adequately rewarded by life. (S. 12)

Das ist zwar eine treffende Beschreibung, allerdings nicht aus der Sicht eines siebenjährigen Jungen, der gerade seine Eltern verloren hat. Gleichzeitig bleibt offen, aus welchem zeitlichen Abstand das nun erzählt wird.

Dennoch: Es lässt sich wunderbar lesen, die Charakterschilderungen sind gelungen und nicht ohne Komik. Robert wird in seiner Begeisterungsfähigkeit, seiner Einsamkeit und Schüchternheit, seiner Widerborstigkeit während der Pubertät und seiner Neigung, sich selbst leid zu tun und seine Situation zu dramatisieren, treffend geschildert. Vor allem aber verdankt das Buch der Figur des Grandpa Gow seinen Charme, der mit seinem Urenkel Robert eine nicht immer unproblematische Beziehung hat, die letztendlich aber alle Hindernisse überwindet.

1946 wurde das Buch verfilmt.

Anmerkung

In diesem Fall empfehle ich den englischen Wikipedia-Artikel zur Biografie des Autors, der ein interessantes Leben geführt hat. Sein Roman The Citadel wurde nicht nur 1937 mit dem National Book Award ausgezeichnet,  ihm wird sogar das Verdienst zugesprochen, ursächlich mit zur Gründung des National Health Service beigetragen zu haben.

Hier geht’s lang zu einem Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1952 anlässlich Cronins damals gerade erschienener Autobiografie.

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