Jedediah Berry: The Manual of Detection (2009)

Lest details be mistaken for clues, note that Mr. Charles Unwin, lifetime resident of this city, rode his bicycle to work every day, even when it was raining. He had contrived a method to keep his umbrella open while pedaling, by hooking the umbrella’s handle around the bicycle’s handlebar. This method made the bicycle less maneuverable and reduced the scope of Unwin’s vision, but if his daily schedule was to accommodate an unofficial trip to Central Terminal for unofficial reasons, then certain risks were to be expected.

So beginnt der unglaublich gute Debütroman des 1977 geborenen amerikanischen Schriftstellers

Jedediah Berry: The Manual of Detection (2009)

Handbuch für Detektive wurde von Judith Schwaab ins Deutsche übersetzt.

Zum Inhalt

Mr. Charles Unwin, der sich da so mühsam durch den Regen zum Bahnhof kämpft, ist ein kleiner Angestellter einer großen Detektei, die nur The Agency genannt wird. Seine Aufgabe ist es, wie die seiner unzähligen Kollegen auch, die Berichte des Detektivs, für den er zuständig ist, ins Reine zu tippen, sie zu strukturieren und von Unwesentlichem zu befreien. Danach werden die Protokolle im Archiv eingelagert.
Unwin ist richtig gut in seinem Job, er macht ihn gern, sein Privatleben scheint kaum eine Rolle zu spielen. Als Schreiber, als „clerk“, ist Unwin gewissenhaft und ein bisschen pedantisch.

Unwin had sharpened pencils to steady himself, and sorted according to size all the paper clips and rubber bands in his desk drawer. Then he filled his pen with ink and emptied the whole punch of its little paper moons. (S. 15)

Doch an diesem Morgen kurz vor halb acht gerät sein Leben gründlich aus den Fugen: Wie die Morgende davor beobachtet er eine hübsche junge Frau am Bahnsteig, die auf jemanden zu warten scheint.

Her eyes – he had never seen them so close – were the clouded silver of old mirrors. (S. 5)

Er spricht sie nicht etwa an, sondern kauft sich einen Kaffee, um nicht weiter aufzufallen. Doch bevor er zurück zu seiner Arbeitsstelle radeln kann, spricht ihn Pith, ein Detektiv der Agency, an und informiert ihn darüber, dass er in den Rang eines Detektivs, befördert worden sei. Er solle sich in Raum 2919 melden. Zum Abschluss drückt ihm Pith noch das „Manual for Detection, standard issue“ in die Hand.

Unwin ist sich sicher, dass es sich dabei nur um ein entsetzliches Missverständnis handeln kann, denn zum einen will er weiter als Schreiber arbeiten, zum anderen fehlt ihm jegliche Ausbildung für eine solch verantwortungsvolle Tätigkeit. Er wüsste nicht einmal, womit man bei einer Ermittlung beginnen würde. Doch seine Versuche, den Fehler zu berichtigen, enden nur damit, dass er erkennen muss, dass Travis Sivart, der Detektiv, für den er bisher als Schreiber zuständig war, verschwunden ist. Und als Unwin den sogenannten Watcher Lamech, den Urheber seiner Beförderung, aufsucht, findet er in dessen Büro nur Lamechs Leiche.

Unwin will nur eines: seinen Job zurück, dafür muss er also Sivart finden, und so schlittert er in die haarsträubendste und gefährlichste Geschichte, die er, wäre sie je auf seinem Schreibtisch gelandet, als Ausgeburt einer kranken Fantasie abgetan hätte.

Fazit

Ein wilder literarischer Ritt über den Kampf zwischen Gut und Böse, Ordnung und Chaos, Traum und Wachsein, Bürokratie und Lebenslust, bei dem Kafkas Schloss, Dornröschen, Stephen King, Chandler, Bradbury, Schnitzlers Traumnovelle und Chesterton Pate gestanden haben.
Das Buch ist verwirrend, die Handlung schlägt dauernd neue Haken, die – wenn ich nicht völlig den Faden verloren habe – am Ende alle logisch herzuleiten sind.

Das Buch ist spannend, überaus spannend, diesem Helden wider Willen muss man einfach folgen, so ein bisschen wie bei einem Bruce Willis-Film oder bei den eigenen Träumen, bei denen man ja auch wissen will, wie sie ausgehen – nur ganz am Ende hätten es auch zwei Umdrehungen weniger getan …
Die Sprache ist so anschaulich, dass einem die Spelunken, das heruntergekommene Herrenhaus, der unheimliche Jahrmarkt oder das Museum oder der Ball der Schlafwandler noch nach der Lektüre im Kopf herumgeistern.

Aber auch düster und unheimlich, nicht nur, weil es im Buch so viel regnet und kaum jemand das ist, was er zu sein vorgibt.
Und intelligent, weil das Buch das Wesen und die Auswirkungen einer außer Rand und Band geratenen Bürokratie unglaublich gut in Szene setzt. Und weil Berry mal eben die Frage aufwirft, wie weit Überwachung gehen darf.

Berry selbst hat übrigens Kafka und Calvino als seine literarischen Paten genannt.

Und zum Abschluss noch ein Hinweis für alle Schreibtischarbeiter aus dem Manual for Detection:

Imagine a desk covered with papers. That is everything you are thinking about. Now imagine a stack of file drawers behind it. That is everything you know. The trick is to keep the desk and the file drawers as close to one another as possible, and the papers stacked neatly. (S. 49)

Anmerkungen

Für den Roman wurde Berry 2009 mit dem Hammett-Preis ausgezeichnet.

Der Independent on Sunday schrieb: “Jedediah Berry’s first novel is a firecracker of an old-fashioned detective story, done steampunk style.”

In Bookslut gibt es ein Interview mit dem Autor.

Edward St Aubyn: Never Mind (1992)

At half past-seven in the morning, carrying the laundry she had ironed the night before, Yvette came down the drive on her way to the house. Her sandal made a faint slapping sound as she clenched her toes to prevent it from falling off, and its broken strap made her walk unsteadily over the stony, rutted ground. Over the wall, below the line of cypresses that ran along the edge of the drive, she saw the doctor standing in the garden.

So beginnt das Buch des 1960 geborenen britischen Autors

Edward St Aubyn: Never Mind (1992)

Zum Inhalt

Die Geschichte spielt an einem einzigen Tag in der Provence, wo die reichen Melroses Gäste erwarten, die z. T. extra aus England anreisen.  Der Vater David ist ein ca. 60-jähriger Sadist, der früher einmal als Arzt gearbeitet hat. Seine reiche amerikanische Ehefrau Eleanor ist wesentlich jünger und eine Trinkerin, die ihren fünfjährigen Sohn Patrick durch den Nebel des Alkohols nur schemenhaft wahrnimmt.

Die Gäste sind auch keine Sympathieträger, sondern meist Speichellecker, die sich gern mit den reichen Melroses sehen lassen, oder intelligente und zynische Ekelpakete, die keinem Rock widerstehen können. Manche werden geradezu mit Wonne als Monster geschildert:

His wide, grinning mouth was at once crude and cruel. When he tried to smile, his purplish lips could only curl and twist like a rotting leaf thrown onto a fire. (S. 45)

Die Geschichte beginnt damit, dass das Hausmädchen Yvette hofft, ungesehen ins Haus zu gelangen, denn falls der Hausherr David sie mit dem schweren Wäschekorb sieht, würde er sich einen Spaß daraus machen, sie in ein Gespräch zu verwickeln, bis sie den Korb nicht länger halten kann. Auch seine Frau Eleanor, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen ihm gehorcht wie ein geprügelter Hund, ist nie vor ihm sicher. Warum sie bei ihm bleibt? Man weiß es nicht.

Als David sein kleiner Sohn Patrick über den Weg läuft, hebt er ihn an den Ohren hoch. Im Laufe des Buches wäre ich froh gewesen, wenn das alles gewesen wäre, was Patrick von seinem Vater hat erdulden müssen.

Fazit

Nach zwei Dritteln habe ich das Buch abgebrochen. Nicht, weil es schlecht geschrieben gewesen wäre, nein, die Sprache ist messerscharf, der Blick auf diese zynischen und leeren Menschen unerbittlich, sarkastisch, eiskalt.

When she had first met David twelve years ago, she had been fascinated by his looks. The expression that men feel entitled to wear when they stare out of a cold English drawing room onto their own land had grown stubborn over five centuries and perfected itself in David’s face. It was never quite clear to Eleanor why the English thought it was so distinguished to have done nothing for a long time in the same place, but David left her in no doubt that they did. (S. 8)

Aber ich habe den nahezu unbeteiligten Blick auf die durch und durch kaputten Gestalten der upper class nicht länger ertragen. Und schon gar nicht, dass ein fünfjähriger Junge das Opfer dieser Eltern wird. Und da ich ihnen weder das Geld noch den Alkohol wegnehmen konnte, blieb mir nur das Zuklappen des Buches.

Anmerkungen

St Aubyn erzählt mit Hilfe seines Alter Ego Patrick Melrose im Grunde seine eigene, in weiten Teilen grauenhafte Lebensgeschichte nach. Die Demontage der adligen Familie – mit dem Familienoberhaupt als destruktivem Zentrum –  kam bei Kritikern extrem gut an. St Aubyn hat selbst an anderer Stelle über seinen Vater gesagt: “He had a small canvas, but he was as destructive as he could be. If he’d been given Cambodia, or China, I’m sure he would have done sterling work.”

In einem Artikel im Guardian sagt der Autor: “The whole Melrose series is an attempt to tell the truth, and is based on the idea that there is some salutary or liberating power in telling the truth [...] But I can still say what I think is true – that I have spent 22 years trying to transform painful lived experience into what I hope is pleasurable reading experience. The intention was to make a work of art rather than a confession.”

Der zweite Band Bad News, “in der Patrick Melrose die Asche seines Vaters aus New York abholt, ist von Heroin-Abhängigkeit und Selbsttötungs-Momenten geprägt. Mit Some Hope schloss St Aubyn die Trilogie 1994 ab, erweiterte sie 2011 jedoch mit At Last, das während der Beerdigung von Melroses Mutter spielt, noch um einen Band. St Aubyns sechster Roman, Mother’s Milk, nimmt die Figur des Patrick Melrose wieder auf und zeigt ihn nun als Familienvater mit zwei kleinen Söhnen, denen er seine eigenen Kindheitserfahrungen zu ersparen sucht.” (Wikipedia, abgerufen am 14. Oktober 2014)

Wenn jemand mehr erfahren möchte, hier geht es lang zu einer Besprechung in der Frankfurter Rundschau und zu einem Artikel von Jens-Christian Rabe in der ZEIT.

Und hier wäre noch ein interessanter Bericht von Stephen Moss im Guardian.

 

Angelika Overath: Sie dreht sich um (2014)

Bist du da? Sie saß auf einem ovalen, rückenlosen Plüschmöbel. Es roch nach Staub wie nach altem Puder. An den Türen standen Aufseher in dunkler Uniform. Anna Michaelis sah zu der Wand mit den Bildern, auf die gedehnten Choreographien von Körpern, die sich an ihnen vorbeibewegten. Vom Hotel aus war sie gleich hierher gekommen.

So beginnt der Roman der 1957 in Karlsruhe geborenen Schriftstellerin

Angelika Overath: Sie dreht sich um (2014)

Zum Inhalt

Nach einem gemeinsamen Konzertbesuch erklärt Annas Ehemann ihr unvermittelt, dass er eine wesentlich jüngere Geliebte habe, die sich ein Kind von ihm wünsche. Doch statt Tränen und Szenen packt

Anna, Journalistin, fünfzig Jahre alt, frischverlassen, sich wie fünf fühlend (S. 19)

ein bisschen Handgepäck zusammen und reist einen Monat umher, denn:

Vieles ist möglich, was man nicht für möglich hält. [...] Es ist möglich, verlassen zu werden, nach einem halben Leben. Es ist möglich, sehr schnell ein Handgepäck zusammenzusuchen, in ein Taxi zu steigen, in ein Flugzeug. Es ist möglich, in einer fremden Stadt zu landen, in der man noch nie war. Weil es ein Anfang sein soll. Wenigstens ein Anfang. Was bleibt einem am Ende sonst übrig. (S. 22)

Wie schon in Schul- und Studienzeiten sind auch diesmal Gemäldesammlungen für Anna die wesentlichen Anlaufpunkte in den fremden Städten.

Eine Stadt besichtigen hieß für sie, ihre Bilder zu sehen. Eine Stadt versäumt zu haben war identisch mit dem Versäumen ihrer Gemälde.  (S. 23)

Diesmal haben es ihr vor allem Bilder von Frauen, besonders Rückenansichten, angetan, die anfangen, zu Anna zu sprechen, wenn sie nur ruhig und aufmerksam genug hinhört. Dies überrascht sie nicht wirklich.

Anna fragte sich, warum sie sich nicht mehr wunderte. Aber es ging ja nur ums Aushalten, irgendwie. Bei Geburten etwa produzierte der Körper schmerzstillende Stoffe. Damit die Trennung leichter gelang, betäubte er sich selbst. Vielleicht konnte die Seele das auch. (S. 20)

So gewinnen wir Einblick in verschiedenste Zeiten, Lebens- und Liebesformen und Bilder, die sich Männer – und seltener auch Künstlerinnen – eben von Frauen gemacht haben. Zusammen mit der Erzählerin sind wir in der National Gallery in Edinburgh und betrachten Gauguins Vision nach der Predigt oder Hammershøis Interieur mit junger fegender Frau von 1899, das in Kopenhagen zu sehen ist.

In Boston flaniert sie durch die Stadt und beschäftigt sich mit Gustave Caillebotte und mit Edward Hopper und dessen Ehefrau, die ihm immer wieder Modell gesessen hat.

Weitere Stationen sind Bilder des Künstlers Jacobus Vrel oder von Giovanni Segantini, von dem sie eine Ausstellung in der Schweiz besucht, oder Die große Badende von Ingres. Auch den Skagen-Malern stattet sie einen Besuch ab.

Dazwischen nähert sich Anna allmählich dem Schrecken an, den der Treuebruch ihres Mannes für sie bedeutet. Sie begreift, dass sie selbst radikal in Frage gestellt wird.

Ich bin Anna, dachte sie, immer noch. Oder zumindest versuchte sie, so zu denken, als sei ihr Rufname ein Halt. Aber etwas war weggebrochen. Ein im Gedankenlosen eines Ehealltags gar nicht mehr bemerktes Geländer von Gewöhnung und Vertrauen. (S. 50)

Sie denkt über ihre lange Ehe nach, über ihre erwachsenen Kinder, ihren Beruf, der ihr Freude macht. Über die eigene Verführbarkeit.

Ihre Ehe war gescheitert. Aber konnte man wirklich so sagen? Kann man von Scheitern sprechen, wenn eine Gemeinschaft ein Vierteljahrhundert gehalten hat. Wenn zwei lebensbegabte Kinder daraus entwachsen waren. War Gelingen nur lebenslänglich zu haben? Und nur vom Ende her zu sehen? (S. 43)

Fazit

Ein ruhiges Buch mit wenigen Dialogen; eine Einladung zum Sehen, intelligent und manchmal ein wenig ermüdend.

Nun, da ich auch so gern Gemäldesammlungen besuche, fand ich die Zwiegespräche zwischen Anna und den Bildern schon sehr reizvoll, auch wenn das Hintergrundwissen, das uns die Erzählerin dabei en passant vermittelt, eben nicht spontan aus den imaginierten Ansprachen der gemalten Frauenfiguren entspringen kann. Doch nicht nur die Bilder und ihre Künstler haben hier einen großen Auftritt, auch dem Museumsbesuch wird ein feines Loblied gesungen:

Anna atmete durch wie in Höhenluft. Sie stand in einer der kathedralenhohen Haupthallen und hatte den Orientierungsfaltplan des Museums in der Hand. In unterschiedlichen Farben waren die Abteilungen auf den verzweigten Stockwerken verzeichnet; aber sie lief einfach immer weiter. Helle Flure, offene Treppen, gläserne Fluchten, von denen weitere Galerien abzweigten. Manchmal fragte sie einen der vielen Wärter, wo sie sich befand. Und war dann richtungsblind schon wieder unterwegs auf einem unsinnig seligen Weg. (S. 119)

Ich würde sofort mit Anna oder auch der Autorin in eine Galerie gehen und mich in der Kunst des behutsamen und sorgfältigen Hinschauens üben. Die Annäherung an die Bilder hat mich streckenweise stärker interessiert als die Frage nach Annas Ehe.

Wenn das Zusammenleben noch gut ist, weiß man es nicht. Man nimmt es einfach hin. Und streitet über liegengelassene Socken auf der Treppe oder ein verschwundenes Buch. Oder den Müll. Sitzt abends am Küchentisch, zeitunglesend, vor Korrekturen oder am Notebook. Gewöhnung macht blind. (S. 73)

Der Seitensprung des Ehemanns wird seltsam sachlich konstatiert. Auch das Ende hat mich nicht gänzlich überzeugt. Die Lage der porträtierten Frauen hat wenig mit der Lage Annas zu tun. Die Bilder wirken eher wie Spiegellabyrinth, das zeigt, dass Annas Leben eben nur einer von unzähligen möglichen Lebensentwürfen ist, den Frauen im Laufe der Zeit freiwillig oder unfreiwillig folgen.

Der größte Kritikpunkt ist für mich allerdings, dass ich mich immer dann gar gepflegt gelangweilt habe, wenn uns die Erzählerin seitenlang die Gemälde beschreibt, die ja nicht im Buch abgedruckt sind. Natürlich habe ich die Bilder gegoogelt. Zwar mag es reizvoll sein nachzuvollziehen, inwieweit Worte ein Bild fassen und erfassen können. Dennoch: Sprache hat mir da, egal wie präzise gewählt, nicht gereicht, genau wie mir die Beschreibung eines Musikstückes nicht ausreichen würde. Ich brauche den Anblick. Worte allein wecken hier keinerlei Emotionen – ganz im Gegensatz zum eigentlichen Kunstwerk.

Es gibt das glatte Weiß und das rauhe Weiß und ihre Schatten. Im Innern des Buttertellers ist das Weiß glatt, und auch der Schatten im porzellanenen Tellerrand ist von glattem Weiß. Aber der Teller wirft auch einen Schatten auf die weiße Leinendecke. Dieser Schatten ist rauh. Die Decke hat zwei Falten, die vom Zusammenlegen herrühren. Die linke dieser Liegefalten zeigt eine glänzende Linie der Erhebung gegen rechts und eine dunkle, weiße Schattenlinie gegen links. Die rechte Liegefalte scheint nicht ganz so hoch. Glanz und Schatten sind abgeschwächt. Auch die milchfettweiße Butter wirft eine schmelzende Schattenseite in sich. Wie ein Gebirge. Ein Tafelgebirge sozusagen. (S. 57)

Literarische Nachbarinnen

Es scheint gerade eine gute Zeit für Frauenfiguren in der deutschsprachigen Literatur zu sein, die sich aus unterschiedlichsten Gründen dafür entscheiden, aus allen Lebenszusammenhängen auszusteigen, um mit sich oder einer bestimmten Situation zurechtzukommen.